Luftfahrt: Warum Emirates vorerst nicht nach Berlin fliegt
Frankfurt. Emirates, die staatliche Fluggesellschaft aus Dubai, wird zunächst nicht Berlin als fünften Flughafen in Deutschland ansteuern. „Wir werden im Moment nicht nach Berlin fliegen“, sagte Tim Clark, CEO der Airline aus Dubai, am Mittwochnachmittag auf der Luftfahrttagung „World Routes 2026“ in Frankfurt.
Die Bundesregierung hatte Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) im September zusätzliche Verkehrsrechte eingeräumt. Emirates drängt seit mehreren Jahren darauf, mehr Flughäfen als bisher ansteuern zu dürfen. Die dafür notwendigen Rechte werden zwischen den jeweiligen Staaten ausgehandelt.
Clark verwies auf das Abkommen zwischen den VAE und Deutschland. Offensichtlich wird dieses auf beiden Seiten unterschiedlich interpretiert. „Wir müssen sicherstellen, dass der Geist und die Art, wie es übersetzt wurde, richtig waren“, sagte der Emirates-Chef. Erst wenn hier Klarheit herrsche, werde man Berlin ansteuern.
Aktuell darf Emirates an vier Flughäfen in Deutschland landen und starten. Das allerdings so oft, wie das Unternehmen möchte. Clark wollte aber zusätzlich Berlin und Stuttgart in den Flugplan aufnehmen.