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Lufthansa verlangt auf der Langstrecke Geld für Sitzplatzwechsel beim Check-in

Allgemein

Seit Monaten schraubt Lufthansa Group an ihren Tarifen. Erst führte sie einen neuen Basic-Tarif auf der Kurz- und Mittelstrecke ein, dann änderte sie die Stornobedingungen auf Langstrecken und nahm einen Teil davon wenig später wieder zurück. Jetzt folgt die nächste Anpassung. Diesmal betrifft sie die Sitzplatzwahl auf Langstreckenflügen.

Wie Lufthansa gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigt, erhalten Reisende in der Economy Class und Premium Economy beim Check-in weiterhin einen Sitzplatz zugewiesen. Wer diesen anschließend gegen einen anderen Platz tauschen möchte, muss dafür künftig jedoch bezahlen. Die neue Regel gilt bei Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Discover Airlines auf Langstreckenflügen. Betroffen sind unter anderem die Tarife Economy Comfort, Economy Comfort Plus und Economy Green sowie die entsprechenden Premium-Economy-Tarife.

Ausnahmen macht Lufthansa für Vielfliegende und Familien

Ausnahmen gibt es allerdings. Wer vor dem Check-in gegen eine Gebühr einen Sitzplatz reserviert hat, kann diesen innerhalb derselben Sitzplatzkategorie kostenlos wechseln. Auch in den Flex-Tarifen bleibt die Sitzplatzwahl kostenlos. Für Senatoren und Hon-Circle-Mitglieder ändert sich ebenfalls nichts. Die Vielfliegerinnen und Vielflieger der höhren Stufen können – mit Ausnahme des Premium-Economy-Light-Tarifs – ihre Sitzplätze weiterhin kostenfrei reservieren und beim Check-in frei wählen. Familien mit Kindern und gemeinsam reisende Gruppen sollen gemäß Lufthansa außerdem weiterhin nach Möglichkeit zusammensitzen.

Ganz neu ist die Vorgehensweise nicht. Im Economy-Light-Tarif mussten Reisende bereits bislang bezahlen, wenn sie den automatisch zugewiesenen Sitzplatz beim Check-in ändern wollten. Jetzt weitet Lufthansa Group dieses Prinzip auf weitere Langstreckentarife aus. Sie betont dabei, dass der automatisch zugewiesene Sitzplatz selbstverständlich kostenlos bleibt. Bezahlt werden muss nur der Wunsch nach einem anderen Platz.

Viele Änderungen bei Tarifen

Mit der Änderung setzt die Lufthansa Group ihren Kurs fort, mehr Geld mit Zusatzleistungen zu machen. Bereits im Frühjahr führte sie auf Europaflügen den neuen Economy-Basic-Tarif ein, bei dem lediglich ein kleiner persönlicher Gegenstand im Preis enthalten ist. Wenig später sorgte der Konzern mit hohen Stornogebühren in den teuren Flex-Tarifen auf zahlreichen Langstrecken für Kritik, bevor er diese auf vielen Strecken wieder zurücknahm.

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