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Luxus-Döner in Köln im Test: So schmeckt's im neuen Dönerladen "Umami"

Wirtschaft

"Erster deutscher Dönermann"

Neuer Luxus-Döner in Köln – so schmeckt er

Von Martin Henning

05.07.2026 - 16:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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In Köln hat an prominenter Stelle ein neuer Dönerladen eröffnet: Mit "Umami" wollen Matthias Schöberl und Yusuf Cosar das Fleisch-Sandwich auf eine neue Stufe heben. Das hat seinen Preis.

"Was ist denn hier los?", fragt eine Passantin verwundert und läuft an den langen Schlangen vorbei. Hier, an der Ecke Hohenstaufenring/Zülpicher Platz, ist ohnehin schon immer Betrieb. An diesem Abend aber wollen zahlreiche Menschen Comedy im Nightwash Club sehen – und für den Laden direkt daneben ist die Schlange noch größer: "Umami" hat nach wochenlanger Social-Media-Kampagne in Köln geöffnet.

Hinter dem Unternehmen stecken Matthias Schöberl, laut eigener Aussage "Deutschlands erster deutscher Dönermann", und sein Partner Yusuf Cosar. Die beiden kennen sich seit der Jugend und wollen das beliebteste Fast Food des Landes optimieren. "Umami" (japanisch für "köstlich") bezeichnet den fünften Geschmackssinn und wird häufig als herzhaft, fleischig oder vollmundig beschrieben.

"Matze Abi" ist das Gesicht von "Umami"

Für ihren Döner verwendet das Inhaber-Duo nur Hüftfleisch von der Färse – so bezeichnet man ein weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat. Das Fleisch gilt als besonders feinfaserig und marmoriert. Es wird nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und kommt ohne Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe aus. Außerdem setzen die Gründer auf Sauerteigbrot vom deutschen Handwerksbäcker, das mindestens 48 Stunden reift und damit besonders bekömmlich sein soll.

Doch nicht nur die Zutaten sollen der Star sein, eine Hauptrolle nimmt bei Instagram und TikTok auch Matthias Schöberl ein. Dort nennt er sich scherzhaft "Matze Abi" ("Abi" ist das türkische Wort für "Bruder"). "Die Idee ist durch unsere türkisch-deutsche Zusammenarbeit entstanden und hat irgendwann während unserer Social-Media-Kampagnen begonnen", sagt Schöberl im Gespräch mit der Kölner Lokalredaktion von t-online lächelnd. "Irgendwann haben auch die Kunden begonnen, mich so zu nennen." Vor Köln haben Schöberl und sein Partner Cosar ihre erste Filiale in Hofheim bei Frankfurt eröffnet.

"Umami" in Köln: Fleisch wird abgewogen

Um beim Start in Köln Chaos zu vermeiden, werden die Kunden nur nacheinander in den Laden gelassen. Ihre Bestellung geben sie am Eröffnungstag an der Kasse auf, zeitnah soll man auch an zwei Terminals bestellen können. "Umami" bietet Sitzplätze für bis zu 60 Gäste, die in dunklem Rot gestaltete Inneneinrichtung kreiert eine recht gemütliche Atmosphäre.

Die Speisekarte ist im "Umami" bewusst kurz gehalten. Für Fleischliebhaber gibt es den "Beef Döner" in den Größen M (mit 120 Gramm Fleisch), L (180 Gramm) und XL (240 Gramm). Das Fleisch wird, in Deutschland sonst ungewohnt, abgewogen. Die Preise sind mit 10,90 Euro (M), 13,90 Euro (L) und 17,90 Euro (XL) klar im oberen Segment angesiedelt. Die vegetarische Variante mit Falafel kostet 8,90 Euro. Das Brot kann man mit oder ohne Sesam wählen oder sich für einen Aufpreis von 1,50 Euro für Lahmacun entscheiden.

Außerdem stehen die Varianten noch in einer Teller- und Box-Version auf der Karte. Die "Beef Plate" kostet in L 17,90 Euro und in XL 21,90 Euro, die "Beef Box" 10,90 Euro, die "Falafel Plate" 12,90 Euro und die Falafel Box 8,90 Euro. Bei den Soßen hat man die Auswahl zwischen Kräuter, Knoblauch, Chili und der hauseigenen Umami-Soße.

Wie schmeckt der neue Döner in Köln?

Wir entscheiden uns beim Geschmackstest für den XL-Döner im Sesam-Sandwich und wählen die Umami-Soße. Tatsächlich ist das XL-Sandwich kleiner als zunächst erwartet, aber trotzdem großzügig mit Fleisch vollgepackt. Wie versprochen ist das Färsenfleisch feinfaseriger als die Variante in anderen handelsüblichen Dönerläden. Der Geschmack ist feiner und erinnert ein wenig an Steak. Das Fleisch selbst wirkt nicht ganz so fettig, könnte aber stärker gewürzt sein.

Die Umami-Soße schmeckt wie die hochwertigere Version einer Cocktailsauce, mit einer sehr leckeren Minznote, jedoch nicht ganz so fruchtig und süß. Salat, Tomaten, Weißkraut, Karotte und rote Sumakzwiebeln bringen Frische rein. Der heimliche Star ist für uns das knackige, intensiv schmeckende Brot. Auch, wenn das Fleisch selbst nicht so fettig ist wie bei der Konkurrenz: zum Essen braucht man trotzdem eine Menge Servietten.

Neuer XL-Döner in Köln – Fazit

Mit seiner Fleischqualität will sich "Umami" bewusst absetzen. Das Fleisch wird hervorragend durch die anderen Zutaten ergänzt, die das Sandwich jedoch nicht überfüllen. Das Brot findet man in dieser Qualität selten. Alles in allem also ein guter bis sehr guter Döner – der allerdings auch einen stolzen Preis hat.

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