Mäc Geiz: Diese Filialen in Bayern sind von der Insolvenz betroffen
Nachdem Mäc Geiz im Mai 2026 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Halle an der Saale eingereicht hatte, wird nun das Eigenverwaltungsverfahren eröffnet. Das gab das Unternehmen jetzt bekannt. Damit sei, so der Haushaltsdiscounter in seiner Mitteilung, ein „wichtiger Meilenstein im Sanierungsprozess erreicht“. Das Amtsgericht in Halle habe das Insolvenzverfahren der Mäc Geiz Handelsgesellschaft und der MTH Retail Services planmäßig am 1. August eröffnet. Die Geschäftsführung bleibe somit weiterhin im Amt „und setzt die Restrukturierung gemeinsam mit den Sanierungsexperten der Insolvenz- und Sanierungskanzlei AndresPartner in Eigenverantwortung fort“. Es wurde ein Sachwalter für die beiden Gesellschaften bestellt, der das Verfahren im gerichtlichen Auftrag im Sinne der Gläubigerinnen und Gläubiger überwachen werde. Mäc Geiz: 50 Filialen von 183 sollen geschlossen werden Wie Mäc Geiz erklärt, habe man seit der Antragstellung „wesentliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Unternehmens“ umgesetzt. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe jedoch „anspruchsvoll“ und die Sanierung sei mit „erheblichen Herausforderungen“ verbunden. Das führte nicht nur dazu, dass bereits 66 Mitarbeitende von Mäc Geiz und fünf Angestellte der MTH Retail Services entlassen werden mussten, sondern es werden auch weitere Maßnahmen erforderlich sein. So geht der Discounter laut seiner Mitteilung davon aus, dass rund 50 Filialen geschlossen werden müssen – mehr als jede vierte. Insgesamt ist Mäc Geiz nach eigenen Angaben an 183 Standorten zu finden – hauptsächlich in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin. Noch vier Standorte von Mäc Geiz in Bayern – Münchberg zuletzt geschlossen Doch auch in Bayern hat die Kette noch vier Filialen. Eine fünfte – in Münchberg – wurde seit der Insolvenz bereits geschlossen. Im Juni wurde sie endgültig dichtgemacht. Bereits vor einiger Zeit, noch vor der Firmenpleite, musste auch ein Standort in Hof schließen. Die vier verbliebenen Mäc-Geiz-Standorte finden sich in Bad Kissingen, Bad Neustadt, Nürnberg und Röthenbach. Insgesamt beschäftigt der Discounter noch 1175 Mitarbeitende. Welche Filialen geschlossen werden müssen und ob die noch verbliebenen Standorte in Bayern betroffen sein werden, sei noch offen, heißt es in der Erklärung. Man führe parallel Verhandlungen mit den Vermietern an allen Filialstandorten fort. Bis Herbst 2026 soll „Klarheit über die zukünftige Standortstruktur“ bestehen. Das sagt der Mäc-Geiz-Chef zum derzeitigen Stand des Insolvenzverfahrens „Die planmäßige Verfahrenseröffnung bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die kommenden Monate entscheidend für den weiteren Verlauf der Sanierung sein werden“, wird Mäc-Geiz-Geschäftsführer Rüdiger Grommes in der Erklärung zitiert. „Gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen weiteren Beteiligten arbeiten wir weiterhin konsequent daran, unser Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig aufzustellen. Auch wenn einzelne Entscheidungen schmerzhaft sind, dienen sie dem Ziel, eine tragfähige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft unseres Unternehmens zu schaffen.“ Der Zeitraum für Insolvenzgeld ist laut Mitteilung nun beendet. Somit zahle das Unternehmen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten ab sofort wieder selbst, heißt es darin. Als Gründe dafür, warum die Handelskette in die schwierige Lage geraten ist, nennt Mäc Geiz eine „Vielzahl wirtschaftlicher Faktoren“, darunter eine anhaltende Konsumzurückhaltung, steigende Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Energie- und Lohnnebenkosten sowie den Wettbewerbsdruck durch digitale Geschäftsmodelle.