Mac mini mit M6: Apple verlötet den SSD-Speicher wieder
Der neue Mac mini mit M6 beziehungsweise M5 Pro bringt deutlich mehr Leistung, macht bei der Aufrüstbarkeit allerdings einen Schritt zurück. Wie erste Zerlegungen zeigen, hat Apple die NAND-Speicherchips wieder direkt auf dem Logicboard verlötet. Ein nachträglicher Austausch des internen Speichers ist damit nicht mehr wie beim Vorgänger möglich.
Bestätigt wird die Änderung vom Anbieter Expand Mac mini, der beide neuen Modelle geöffnet hat. Beim Mac mini mit M4 und M4 Pro saßen die Speicherchips dagegen auf separaten, proprietären Modulen. Das machte ein Upgrade zwar nicht ganz so einfach wie bei einer gewöhnlichen M.2-SSD, eröffnete aber Drittanbietern die Möglichkeit, günstigere Speichermodule anzubieten.
Wir hatten im vergangenen Jahr über entsprechende Umbauten berichtet. So ließ sich ein Mac mini mit kleinem Speicher kaufen und später beispielsweise auf mehrere Terabyte erweitern. Anbieter wie Expand Mac mini verlangten dafür deutlich weniger als Apple für eine entsprechend große SSD-Konfiguration.
M4 blieb eine Ausnahme
Mit der neuen Generation ist dieser Weg vorerst versperrt. Expand Mac mini sieht nach der Untersuchung der Hardware kaum eine Möglichkeit, seine Module an M6 und M5 Pro anzupassen. Auch Apples Übersicht zu austauschbaren Mac-mini-Komponenten führt beim Modelljahr 2024 ausdrücklich ein SSD-Modul auf, bei den aktuellen Modellen fehlt dieses dagegen.
Ganz neu ist die fest verlötete Lösung allerdings nicht. Schon die Mac-mini-Generationen mit M1 und M2 hatten ihren NAND-Speicher direkt auf dem Logicboard. Der M4 war somit eher die erfreuliche Ausnahme als eine dauerhaft eingeschlagene Richtung.
256 GB zudem deutlich langsamer
Eine weitere Besonderheit betrifft das wieder angebotene Basismodell mit 256 GB Speicher. Hier setzt Apple offenbar nur einen NAND-Baustein ein. Erste Messungen mit Blackmagic Disk Speed Test kommen auf rund 3.200 MB/s beim Lesen und 3.000 MB/s beim Schreiben. Die 512-GB-Version erreicht mit zwei NAND-Chips dagegen jeweils mehr als 6.300 MB/s.
Immerhin ist selbst das neue 256-GB-Modell schneller als sein M4-Vorgänger. Käufer sollten sich diesmal aber schon bei der Bestellung genau überlegen, wie viel internen Speicher sie benötigen. Der Mac mini mit M6 startet in Deutschland bei 1.049 Euro und 256 GB SSD.