Mail von Martenstein: Liebe KI, welche Künstler könnten Kanzler sein?
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Zur Zeit gibt es bei uns zwei große Diskussionsthemen. Erstens, wer könnte nächster Bundeskanzler werden. Zweitens, wie gefährlich bist du, KI.
Namen wirbeln durch den Äther: Wüst, Rhein, Dobrindt, Söder, oder kommt etwas ganz Überraschendes? Ich bin für Jürgen Klopp. Aber der ist unabkömmlich. Roland Kaiser ist in der SPD, deshalb geht’s nicht. Boris Becker wäre nett, aber er kommt mit der Schuldenbremse noch weniger klar als Bärbel Bas.
In anderen Ländern wurden Quereinsteiger oft zu ordentlichen Spitzenpolitikern. Ich denke zum Beispiel an die Schauspieler Reagan (USA) und Selenskyj (Ukraine) oder an Gouverneur Schwarzenegger (Kalifornien).
Ich habe also dich gefragt, KI: „Wer aus dem deutschen Kulturbetrieb wäre ein guter Kanzler?“ Hier drei KI-Vorschläge.
Erstens Herbert Grönemeyer. Deine Begründung: „Er äußert sich regelmäßig politisch.“
Zweitens Campino: „Er könnte das Volk in Krisenzeiten emotional stabilisieren.“ Drittens Daniel Kehlmann: „Präzise Sprache, analytischer Scharfsinn.“
Du sprichst aber eine generelle Warnung aus: „Ein Künstler auf dem Kanzlersessel würde vermutlich an seinen moralischen Ansprüchen scheitern.“ Na ja, ein bisschen Moral hin und wieder wäre schon okay. Als Politikberater würde ich dich nicht engagieren.
Mit herzlichen Grüßen,
Harald Martenstein