Maine, USA: Demokraten nominieren Troy Jackson als neuen Kandidaten für Senatssitz
Die Demokraten sehen in Maine eine ihrer besten Chancen, den Republikanern einen Senatssitz abzunehmen. Um die Kontrolle über die Kongresskammer zurückzugewinnen, müssten die Demokraten mehrere hart umkämpfte Senatssitze für sich gewinnen, neben diesem in Maine auch welche in North Carolina, Alaska und Ohio. Im Gegensatz zu dem Quereinsteiger Platner ist der 58-jährige Jackson seit Jahrzehnten in Maine politisch aktiv, zunächst als Abgeordneter des Repräsentantenhauses, später des Senats. Jackson ist gelernter Holzfäller und wuchs an der Grenze zum französischsprachigen Teil von Kanada auf. Er stellte sich 2000 zunächst für die Republikaner zur Wahl, erlangte aber keinen Sitz in Maines Repräsentantenhaus. 2002 trat er als unabhängiger Kandidat an, seit 2004 dann für die Demokraten. »Vorkämpfer für bezahlbare Gesundheitsversorgung« Jackson bedankte sich für seine Wahl und zeigte sich kämpferisch. »In 101 Tagen werden wir Susan Collins besiegen und unseren Senatssitz zurückerobern«, erklärte er im Onlinedienst X. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, und die Vorsitzende des Senats-Wahlkomitees, Kirsten Gillibrand, würdigten in einer Stellungnahme Jacksons »nachgewiesene Fähigkeit, Wahlen zu gewinnen«. Er sei ein »Vorkämpfer für bezahlbare Gesundheitsversorgung und Arbeiter« und »in einer guten Position, Susan Collins zu schlagen, die verletzlicher ist als je zuvor«. Platner hatte seine Kandidatur vor etwas mehr als zwei Wochen aufgegeben. Der ehemalige Marinesoldat und Austernzüchter war im Juni bei der Vorwahl der Demokraten als Herausforderer von Collins für die Zwischenwahlen im November bestimmt worden. Einem Medienbericht zufolge erhebt eine 41-jährige frühere Bekannte Platners den Vorwurf, dass er sie im Jahr 2021 zum Sex gezwungen habe. Er sei unaufgefordert und betrunken in ihr Haus gekommen und habe sich an ihr vergangen. Platner wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete diese als »beunruhigend, schwerwiegend und falsch«.