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„Maischberger“: „Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg“ - Maschmeyer rechnet mit dem Kanzler ab

Nation

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Politik und Wirtschaft, das waren die Schwerpunkte der aktuellen „Maischberger“-Sendung. Über die Wahlen in Sachsen-Anhalt sprach Moderatorin Sandra Maischberger mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (WELT berichtet), die wirtschaftliche Entwicklung sowie nötige Reformen standen dann beim zweiten Gast im Fokus.

Auch Carsten Maschmeyer war in der Sendung zu Gast. Der Unternehmer zeigte sich angriffslustig und forderte nicht weniger als den Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): „Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten. Der Kapitän auf diesem Schiff hat völlig versagt“, sagte der 67 Jahre alte Investor in der ARD-Talksendung. Maschmeyer, der Anfang 2025 die CDU sogar mit einer Großspende (200.000 Euro) unterstützte, kritisierte den Parteichef nun überaus scharf: „Es zeigt sich jetzt, er wollte aus einem falschen Grund Kanzler werden: Ego – und Merkel zeigen, ich bin jetzt Kanzler.“

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Carsten Maschmeyer (bekannt unter anderem aus dem TV-Format „Die Höhle der Löwen“) kritisierte insbesondere den Führungs- und Kommunikationsstil von Merz: „Er nimmt die Menschen nicht emotional mit. Er ist unnahbar, belehrend, ein Besserwisser“. Und er „höre von allen, die mit ihm zu tun haben: arrogant“.

Merz habe das „Schiff falsch gesteuert. Er muss von der Kommandobrücke runter“, wiederholte Maschmeyer seine Rücktrittsforderung an den Kanzler. Dabei räumte er auch eigene Fehleinschätzungen ein. Der Amtsantritt von Friedrich Merz sei von „großen Hoffnungen“ begleitet gewesen, die Bürger hätten gehofft, dass Themen wie innere Sicherheit oder die hohen Lebenshaltungskosten endlich angegangen werden würden. Auch Reformen und Bürokratieabbau seien doch eigentlich in Aussicht gestellt worden. Er, so Maschmeyer, sehe dort jedoch nur Fortschritte im Millimeterbereich. Merz sei schlicht und einfach „führungsschwach“, so seine Einschätzung.

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Zudem fehle dem Land und seinen Bürgern eine positive Vision: „Die Menschen sind ja offen, wenn man sagt, wir müssen durch die Wüste und danach kommt die Oase“. Doch genau solch eine positive Erzählung fehle. Wo sei denn der Traum, das Versprechen, dass „Deutschland wieder stärker“ werde und man im „Ausland wieder stolz sagt: Ich komme aus Deutschland“, fragte der Investor in Richtung der Gastgeberin. Als mögliche Nachfolger nannte Carsten Maschmeyer dann gleich mehrere Ministerpräsidenten und Unionslandesvorsitzende: „Das sind tolle Offiziere auf dem Schiff: [Hendrik] Wüst, [Daniel] Günther, [Markus] Söder.“

Am Mittwoch legte Carsten Maschmeyer im Onlinedienst X noch einmal nach und präzisierte seine Kritik. In dem Wortbeitrag kritisierte er Merz als „Ankündigungskanzler“ und forderte erneut dessen Rücktritt.

Wörtlich schrieb er, dass er bei Regierungsantritt auf „wirtschaftlichen Sachverstand“ und „einen Kanzler, der uns wieder eine Vision gibt: Wo wollen wir als Land 2030 stehen?“ gehofft habe. „Heute muss ich sagen: Die Hoffnung war falsch. Friedrich Merz hat keine Führungs- oder Regierungserfahrung und das merkt man. Friedrich Merz ist ein Ankündigungskanzler, der für Reformen keine Mehrheiten organisieren kann“, urteilte der 67‑Jährige. Seine Empfehlung an den Bundeskanzler fällt denn auch harsch aus: „Es bleibt für mich keine andere Wahl: Er muss zurücktreten.“

krott

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