Malware-Infektion durch Tastenkombination - Kunden der Sparkasse sollten E-Mail ignorieren
Derzeit verschicken Angreifer E-Mails mit Betreffzeilen wie „Neue Nachricht in Ihrem Postfach“ plus einer Zahlenfolge. Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe warnt: Der darin enthaltene Link führt auf eine gefälschte Website, die Nutzer zum Drücken bestimmter Tastenkombinationen auffordert.
Betrüger verteilen Schadsoftware: Betroffene Sparkassen-Kunden müssen handeln
Wer darauf reingefallen ist, sollte sofort handeln. Betroffene Sparkassen-Kunden müssen ihren Online-Banking-Zugang umgehend sperren und den Rechner von einem Fachmann auf Malware prüfen lassen.
Click-Fix-Angriff: Nutzer starten den Schadcode selbst
Die aktuelle Betrugswelle gegen Sparkassen-Kunden basiert auf sogenannten Click-Fix-Angriffen. Nach Angaben der Technischen Universität Dresden handelt es sich dabei um eine seit Ende 2024 stark zunehmende Phishing-Methode. Opfer werden per E-Mail auf eine gefälschte Website gelockt und unter Vorwänden wie „Bestätigen Sie, dass Sie ein Mensch sind“ oder „Ungewöhnlicher Web-Traffic festgestellt“ dazu gebracht, bestimmte Tastenkombinationen oder Befehle auszuführen.
Sicherheitssoftware kann Code oftmals nur schwer erkennen
Dabei kopiert die Seite Schadcode in die Zwischenablage. Die Anweisungen sorgen dafür, dass dieser Code vom Nutzer selbst ausgeführt wird, was die Erkennung durch Sicherheitssoftware erschwert.
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Diese Anzeichen deuten auf eine Malware-Infektion hin
Typische Warnsignale sind ungewöhnliches Verhalten beim Online-Banking, plötzlich abgebrochene Verbindungen nach der TAN-Eingabe, unerwartete Pop-up-Fenster mit TAN-Aufforderungen, Fehlermeldungen wie „TAN verbraucht“ oder „TAN ungültig“ sowie TAN-Abfragen auf unverschlüsselten http-Seiten. Die Sparkasse rät Betroffenen in einem Ratgeber, bei Verdacht die PIN nach erfolgreicher Konto-Sperrung über ein zweites, nicht infiziertes Gerät zu ändern. Zudem sollten Betroffene die Kontoumsätze kontrollieren und die Bank informieren.
Trojaner im abgesicherten Modus entfernen
Laut dem Software-Unternehmen Kaspersky lässt sich ein Trojaner entfernen, indem das betroffene Gerät zunächst im abgesicherten Modus gestartet und anschließend mit einer aktuellen Anti-Malware-Software vollständig überprüft wird. Verdächtige Startprogramme können deaktiviert werden, wichtige Systemprogramme sollten jedoch nicht gelöscht und persönliche Dateien gesichert werden.