Manager Brent Hecht: KI womöglich »größter Diebstahl [...] in der Geschichte der Menschheit«
Die Auswertung von Artikeln zur Entwicklung der KI-Modelle durch die KI-Anbieter gleiche einem »unfassbaren Diebstahl von beispiellosem Ausmaß«, heißt es in einer internen Mitteilung des Microsoft-Mitarbeiters Brent Hecht, wie aus einem Gerichtsdokument hervorgeht. Details, wann und unter welchen Umständen die Aussagen getätigt wurden, gibt es nicht, die Dokumente sollen aber Teil des im US-Recht vorgesehenen Informationsaustauschs zwischen den Parteien (Discovery) gewesen sein. Laut dem Dokument bezeichnete Hecht den Vorgang als womöglich »größten Diebstahl von Arbeitsleistung in der Geschichte der Menschheit«.
Die »New York Times« hatte OpenAI – und Microsoft – im Dezember 2023 verklagt. Damals warf die Zeitung den Unternehmen vor, ihre KI-Systeme mit Millionen von Artikeln trainiert zu haben, ohne dafür zu zahlen. OpenAI und Microsoft bestritten das. Der Vorwurf lautet auf mutmaßliche Verletzung des Rechts am »geistigen Eigentum«. Den Unterlagen zufolge bediente sich OpenAI der Inhalte aus mehr als zehn Millionen Nachrichtentexten. Fast ein Drittel davon stammte demnach damals allein von der »New York Times«.
Der »Washington Post« zufolge ließ ein OpenAI-Sprecher eine Anfrage zu den Aussagen unbeantwortet. Laut dem Artikel sprach ein Anwalt der »New York Times« dagegen von einem »Beweis dafür, dass Microsoft und OpenAI wussten, dass sie journalistische Inhalte ohne Erlaubnis oder Bezahlung stahlen«. Außer gegen OpenAI und Microsoft geht der »New York Times«-Konzern inzwischen auch gegen die KI-Firma Perplexity AI vor.
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