Manchester City reagiert auf Schuldspruch im Finanzskandal
Manchester City steht aktuell schwer unter Beschuss. Der englische Spitzenklub, der sich seit der Übernahme durch ein Investmentunternehmen aus dem Emirat Abu Dhabi im September 2008 zu einer echten Gewalt im europäischen Fußball entwickelt hat, wurde von einer unabhängigen Kommission in 114 von 115 Anklagepunkten wegen Verstoßes gegen die Premier-League-Regularien schuldig gesprochen.
Eine empfindliche Strafe soll drohen, sogar der Zwangsabstieg oder/und die Aberkennung von Titeln stehen im Raum. Nun reagierten die Sky Blues auf die Vorwürfe.
Manchester City geht wenig überraschend gegen den Schuldspruch im historischen Verfahren um schwerwiegende Finanzverstöße juristisch vor. Das gab der Champions-League-Sieger von 2023 bekannt. Am Donnerstag (1. Oktober) um 19:00 Uhr habe man fristgerecht Berufung gegen das Urteil der unabhängigen Kommission der Premier League eingelegt, heißt es auf der Homepage der Citizens.
"Der Klub vertritt die feste Auffassung, dass das Gutachten aus mehreren Gründen klare wesentliche Fehler in Bezug auf Recht, Prinzipien und Tatsachen enthält und daher unsicher ist", so der Wortlaut des Statements: "Der Verein ist unschuldig in Bezug auf die Anschuldigungen der Premier League, und es existiert eine umfassende Sammlung unwiderlegbarer Beweise, die alle seine Positionen in diesem Fall stützen." Man werde das Verfahren natürlich "weiterhin respektieren" und könne sich daher derzeit nicht vollumfänglich äußern.
FA behält sich Reaktion auf Verfahren gegen ManCity vor
Die Liga bestätigte Citys Vorgehen. Die Berufung wird von einem neuen dreiköpfigen Gremium verhandelt, laut Regularien muss über diese innerhalb von zwölf Wochen nach einer Anhörung entschieden werden. Die "BBC" will jedoch erfahren haben, dass diese zeitliche Regelung eventuell außer Kraft gesetzt werden könnte.
Auch der englische Fußballverband FA hat sich am Freitag zur Causa geäußert. "Die Entscheidung der unabhängigen Kommission hat erhebliche Auswirkungen auf die Integrität des Spiels", erklärte die FA in einer Stellungnahme am Freitag: "Wir prüfen die Entscheidung und ihre Folgen derzeit sorgfältig und werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen."
Einer der zentralen Vorwürfe, die gegen ManCity im Raum stehen, ist die Verschleierung von Geldflüssen innerhalb des Vereins. Getrickst haben soll ManCity unter anderem bei Trainer- und Spielergehältern. Auch diverse Deals mit Sponsoren sollen irregulär gewesen sein.