Manching: Nach Unfall auf Bahnübergang
rosenheim24-de Bayern Auto auf geschlossenem Bahnübergang von Zug gerammt - Polizei liefert Details Von: Tim Niemeyer, Thomas Bösl Uns auf Google folgen Manching – Am Dienstag (11. August) kam es in Manching zu einem Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem Auto. Die Fahrgäste des Zuges konnten evakuiert werden. Update, 21.10 Uhr – Abschlussbericht der Polizei Mitteilung der VPI Ingolstadt im Wortlaut Am Dienstag (11. August) kam es an einem Bahnübergang in Manching zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Personenzug. Der Pkw-Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Die 132 Insassen des Zuges blieben nach derzeitigen Erkenntnissen unverletzt. Gegen 14.10 Uhr befuhr ein 65-jähriger Pkw-Führer, aus Baar-Ebenhausen, die Niederfelder Straße in südliche Richtung. An dem dortigen Bahnübergang fuhr der Pkw trotz vollständig geschlossener Halbschranke in den Gleisbereich ein. Zeitgleich näherte sich ein mit 132 Personen besetzter Personenzug der Agilis von Ingolstadt kommend in Richtung Regensburg. Der Zug war mit rund 120 km/h unterwegs. Trotz eingeleiteter Notbremsung konnte eine Kollision mit dem Pkw nicht mehr verhindert werden. Durch den Zusammenstoß wurde der Pkw nach links geschleudert und kam auf der Beifahrerseite zum Liegen. Der Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeschlossen und musste durch die eingesetzten Feuerwehren mit schwerem Rettungsgerät befreit werden. Anschließend wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht. Der Zug kam etwa 400 Meter nach der Unfallstelle auf freier Strecke zum Stillstand. Die Insassen des Zuges blieben nach aktuellem Kenntnisstand unverletzt. Die 132 Fahrgäste wurden, durch die Feuerwehr, aus dem Zug evakuiert und mit Bussen zum Bahnhof in Vohburg weiterbefördert. Durch den Unfall entstand Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Halbschranken sowie die vier Signalleuchten des Bahnübergangs zum Unfallzeitpunkt in Betrieb. Hinweise auf eine technische Störung der Bahnübergangsanlage liegen derzeit nicht vor. Die Bahnstrecke sowie die querende Kreisstraße mussten für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten vollständig gesperrt werden. Der Zug musste anschließend durch einen Werkstattzug abgeschleppt werden. Der Pkw wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. Die Sperrung erstreckte sich auf eine Dauer von über fünf Stunden. Gegen den Pkw-Fahrer wird nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt. Die Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen. Update, 19 Uhr – Autofahrer nur leicht verletzt Laut einem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord wurde der Autofahrer auf wundersame Weise bei dem Zusammenstoß nur leicht verletzt. Unklar sei, wie das Auto hinter die Schranke kam. Ein Gutachter ist vor Ort, um den Unfall zu rekonstruieren. Der Zug auf der Strecke von Ingolstadt nach Regensburg sei etwa 120 Kilometer pro Stunde schnell gewesen. Der Fahrer hätte vermutlich wenig Überlebenschancen gehabt, wenn der Wagen voll erfasst worden wäre, hieß es weiter. Laut dem Polizeisprecher ist nicht mit einer zeitnahen Freigabe der einspurigen Bahnstrecke zu rechnen. Zum einen, weil Auto und Zug geborgen werden müssen, zum anderen wegen des unfallanalytischen Gutachtens. Update, 16.52 Uhr – Evakuierung des Zuges abgeschlossen Nach Informationen von Vifogra MEDIA ist die Evakuierung der verunfallten Regionalbahn inzwischen abgeschlossen. Die etwa 150 Passagiere konnten den Zug verlassen und mit bereitgestellten Bussen die Weiterreise antreten. Wie lange die Bergungsarbeiten am Gleis und die damit verbundene Sperrung der Strecke noch andauern, ist derzeit noch offen. Erstmeldung, 16.13 Uhr – Unfall zwischen Auto und Regionalbahn Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad sitzen am Dienstag (11. August) rund 150 Menschen in einem Regionalzug bei Manching im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm fest. Grund dafür ist laut Vifogra MEDIA eine Kollision mit einem Auto an einem beschrankten Bahnübergang. Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist derzeit noch unklar. Durch die Kollision wurde das Auto auf die Seite geschleudert und kam abseits der Gleise zum Liegen. Der Fahrer wurde dabei verletzt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn aus dem Fahrzeug befreien. Anschließend wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Regionalzug kam rund 250 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen – mitten in einem kleinen Waldstück. Ein unkontrolliertes Aussteigen der Fahrgäste ist auf der freien Strecke nicht möglich.