Manfred Vorderwülbecke: Sportschau-Legende ist gestorben
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen In den 70er und 80er Jahren gehörte Manfred Vorderwülbecke zu den renommiertesten Sport-Moderatoren Deutschlands. Nun ist das „Sportschau“-Urgestein im Alter von 86 Jahren gestorben. Das gab sein Haussender, der „Bayerische Rundfunk“, bekannt. Ein Todesdatum nannte der Sender nicht. Vorderwülbecke war ein Wintersport-Experte. Seine Karriere hatte er bereits in den 1960er Jahren begonnen. Legendär war sein BR-Format „Tele-Ski“, wo er auch den „Flachland-Tirolern“ den Skisport nahebrachte. Neben der „Sportschau“ moderierte er auch „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Rundfunk. Dieses Format hatte er gemeinsam mit Eberhard Stanjek (†66) selbst mitentwickelt. Bekannt wurde er auch für seine markante Stimme sowie seine stylischen Pullover. Höhepunkt seiner Laufbahn war 1976, als er bei den Olympischen Spielen in Innsbruck einen der Goldläufe von Skisport-Ikone Rosi Mittermaier (†72) kommentierte. Ein Jahr nach ihrem Karriereende holte er „Gold-Rosi“ als Expertin ins Kommentatoren-Team der ARD. Damals innovativ, heute gang und gäbe. Heute ist Mittermaiers Sohn Felix Neureuther (42) ARD -Experte. Über 15 Jahre begleitete er den alpinen Skisport in der ARD, gemeinsam mit Kult-Kommentator Fritz von Thurn und Taxis (76), dem der ausgebildete Ski-Lehrer auch privat Tipps für dessen Abfahrten gab. Neben seiner TV-Tätigkeit arbeitete er auch als Autor. Dabei schrieb er nicht nur über den Wintersport , sondern auch über Aerobic oder Sport für Schulkinder. Der Sohn seiner Lebensgefährtin ist der bekannte Sportjournalist Wolfgang Nadvornik (56). BR-Sportchef Christoph Netzel: „Mit VW, wie ihn viele liebevoll nannten, verliert die BR-Sportredaktion einen Großen, einen Sympathieträger, eine Stimme des Wintersports und einen Pionier des Sportjournalismus. Die von ihm erfundene Sendereihe 'Tele-Ski' ist bis heute ein unvergessener Kult-Klassiker.“ Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Südafrika.