DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Mangel wegen Hitze? Hersteller haben Probleme

Nation

Getränkemärkte in Baden-Württemberg können aktuell zum Teil nicht alle Sorten und Flaschengrößen ihres Sprudel-Sortiments anbieten. Das berichtet zum Beispiel ein Händler in Stuttgart-Weilimdorf. Der Grund dafür ist die Hitze, die bislang für mehr Absatz sorgte - und die nächste Hitzewelle ist schon im Anmarsch. Getränkemarkt muss bei Mineralwasser umplanen Im Getränkemarkt Dachtler in Stuttgart-Weilimdorf muss die Kundschaft derzeit häufiger auf gewisse Marken oder Flaschengrößen bei Mineralwasser verzichten. Ulrike Dachtler gehört zum Familienunternehmen und sagt: "In diesem Ausmaß erinnere ich mich nicht, dass es das in den letzten Jahren gab." Für ihre Familie bedeute die Hitze gerade Hochphase, es fließe mehr Zeit und Aufwand in die Beschaffung. Einzelne Sorten seien später oder gar nicht lieferbar. Neben Mineralwasser betreffe das vor allem Süßgetränke wie Limonaden. Mehrere Getränkehändler berichten von Schwierigkeiten Thomas Eger, Geschäftsführer des Getränke-Centers BAYHA in Esslingen, berichtet ebenfalls von Schwierigkeiten. Auch er habe mehr Probleme, alle Produkte zu beschaffen als in den vergangenen Jahren. Zum Teil seien bis zu zehn Produkte nicht verfügbar gewesen. Seine Kundschaft müsse in solchen Fällen auf andere Größen oder Marken ausweichen, zeige dafür aber Verständnis. An Alternativen mangele es ihm nicht, leere Regale seien nicht zu befürchten. Andere Getränkehändler in BW berichten zwar ebenfalls von Ausfällen bei einzelnen Mineralwasser-Produkten, erleben die Ausfälle bei ihnen jedoch nicht als außergewöhnlich. Carolin Kiesel berichtet zum Beispiel aus ihrem Getränkemarkt in Bietigheim-Bissingen: "Es ist jeden Sommer das Gleiche." Wasser auf Vorrat: Lücken im Pfandsystem Gerade in Hitzeperioden kaufen viele Menschen Wasser auf Vorrat, sagt Michael Neuenhagen, Sprecher des Bad Dürrheimer Mineralbrunnens (Schwarzwald-Baar-Kreis). Die Kisten, die dann oft im Keller stünden, fehlten im Pfandsystem und könnten zum Teil für Verzögerungen sorgen. Auch der Geschäftsführer von Teinacher Mineralwasser aus Bad Teinach-Zavelstein (Kreis Calw), Andreas Gaupp, ruft deshalb dazu auf, Pfand möglichst zeitnah zurückzugeben. Hersteller reagieren: Mineralwasser wird priorisiert Bei Bad Dürrheimer reagiert man mit drei statt zwei Schichten und längeren Produktionszeiten, sagt dessen Sprecher Neuenhagen. Im Gegensatz zu sonst werde auch samstags gearbeitet - eine Maßnahme, die in heißen Zeiten immer wieder und aktuell auch bei Teinacher ergriffen wird. Außerdem liege der Fokus bei ihnen jetzt auf Wasser, Personal und Zeit werden verstärkt dafür eingeplant: "Bevor Wasser ausgeht, geht erstmal Limo aus", sagt Neuenhagen. Bei diesen Produkten gebe es deshalb aktuell Lieferverzögerungen. Auch bei Teinacher werden einzelne Produkte verzögert fertig, die Lieferketten seien extrem beansprucht. Solche "fordernden Zeiten" gebe es aber jedes Jahr, sagt Geschäftsführer Gaupp. Ilona Jordan, Sprecherin von aquaRömer in Mainhardt (Kreis Schwäbisch Hall) spricht ebenfalls von einer Herausforderung. Die Produktionskapazitäten seien als mittelständisches Unternehmen begrenzt. "Aktuell erleben wir daher punktuell, dass die Nachfrage die Kapazitäten trotz guter Planung übersteigt." Dort setze man auf zusätzliche Logistikpartner, um mehr Auslieferungen zu ermöglichen. Bier nicht von Mangel betroffen Der Getränke-Fachgroßhandels-Kooperation Süd KG, die nach eigenen Angaben rund 200 Getränkefachhändler vereint, sind keine außergewöhnlichen Versorgungsengpässe bekannt. Auf Anfrage sagt Sprecher Nicolas Schiffler, es gebe im Sommer immer wieder Engpässe, in diesem Jahr sei ihm hinsichtlich des Mineralwassers in Baden-Württemberg aber noch nichts bekannt. Ähnlich äußert sich der Verband Deutscher Mineralbrunnen.​

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