"Mangelndes Unrechtsbewusstsein": Ochsenknecht muss erneut vor Gericht
Ein österreichisches Gericht hatte das Strafverfahren gegen Jimi Blue Ochsenknecht wegen einer unbezahlten Hotelrechnung zunächst eingestellt. Doch nun muss sich der 34-Jährige erneut vor Gericht verantworten – das Oberlandesgericht Innsbruck hat die Einstellung des Verfahrens aufgehoben. Das Strafverfahren gegen Jimi Blue Ochsenknecht wegen einer offenen Hotelrechnung in Höhe von 13.827,30 Euro geht in die nächste Runde. Wie das Oberlandesgericht (OLG) Innsbruck in einer Pressemitteilung vom 8. Juli 2026 bekannt gab, wurde die diversionelle Erledigung des Verfahrens durch das Landesgericht Innsbruck aufgehoben. Der Vorwurf: schwerer Betrug nach österreichischem Strafrecht. Das Landesgericht Innsbruck hatte den Fall am 22. August 2025 zunächst im Wege der sogenannten Diversion – einer Art Verfahrenseinstellung unter bestimmten Auflagen – für erledigt erklärt. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hielt diese Entscheidung jedoch für nicht gerechtfertigt und legte Beschwerde ein. OLG: Keine ausreichende Verantwortungsübernahme Der Richtersenat des OLG Innsbruck schloss sich dieser Einschätzung an. In der Begründung heißt es, dass weder die Verantwortung des Angeklagten noch die geleistete Schadensgutmachung genügten, um daraus eine "von Unrechtsbewusstsein getragene Verantwortungsübernahme" ableiten zu können. Genau diese sei aber eine zwingende Voraussetzung für die Einstellung eines Strafverfahrens per Diversion. Die Entscheidung des OLG Innsbruck ist rechtskräftig – ein Rechtsmittel dagegen existiert nicht. Ein neuer Prozesstermin am Landesgericht Innsbruck steht laut der Pressemitteilung noch nicht fest. Empfehlungen der Redaktion Nach Missbrauchsvorwürfen: Paris Hiltons ehemalige Schule geschlossen Rudi Carrells Tochter: "Emanzipation ging an ihm vorbei" Ganz in Pastell: Königin Camilla gibt sich in Wimbledon die Ehre Ochsenknecht lebt mittlerweile in Dubai Der erneute Prozess trifft Ochsenknecht in einer Phase des Umbruchs. Der 34-Jährige hat Deutschland den Rücken gekehrt und lebt seit einiger Zeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In der Sky- und RTL-Serie "Die Ochsenknechts" bezeichnete er Dubai als seine neue "Privatsphäre". Für berufliche Verpflichtungen und Familienbesuche reise er weiterhin nach Deutschland. Finanziell befinde sich Ochsenknecht nach eigenen Angaben erst wieder "im Aufbau", so "t-online". In Dubai bewohne er eine 280 Quadratmeter große Villa, deren Miete er sich mit seinem Geschäftspartner Jan Kudrinski teile – jeweils rund 2.400 Euro monatlich. Seine Tochter Snow, die er gemeinsam mit Yeliz Koc hat, sehe er durch die Distanz seltener. Ein Umzug in die Nähe der Mutter sei gegenwärtig kein Thema. (red)