Mann aus Bayern gewinnt Privatinsel bei Haribo
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Mann aus Bayern gewann Trauminsel bei Haribo – warum er sie jetzt für 220.000 Euro verkauft
Von: Martina Hunger
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Eine eigene Insel in Kanada – diesen außergewöhnlichen Traum erfüllte sich ein Mann aus Bayern ganz ohne Lottogewinn. Bei einer Haribo-Aktion gewann er 2005 ein kleines Naturparadies, das ihm sogar Thomas Gottschalk persönlich überreichte. Doch nach mehr als zwei Jahrzehnten soll die Insel nun den Besitzer wechseln. Der Grund ist überraschend alltäglich.
Kahl am Main – Was für viele ein unerfüllbarer Traum bleibt, wurde für Matthias Roß aus Unterfranken tatsächlich Wirklichkeit: Der heute 44-Jährige gewann im Jahr 2005 bei einem Gewinnspiel des Süßwarenherstellers Haribo eine eigene Insel in Kanada. Mehr als zwei Jahrzehnte später möchte der Mann aus Kahl am Main sein außergewöhnliches Eigentum nun verkaufen. Der Preis: rund 220.000 Euro.
Damals sorgte die Gewinnübergabe sogar für einen Fernsehauftritt. Haribo-Werbegesicht Thomas Gottschalk reiste persönlich nach Kanada, um dem Gewinner seine Insel zu überreichen. Mit einem Quad holte der Moderator Roß ab, anschließend ging es per Boot zum neuen Grundstück.
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Privatinsel in Kanada: Blockhütte, Solarstrom und viel Natur
Die rund 6,5 Hektar große Insel liegt im Back Lake in der kanadischen Provinz Nova Scotia. Das entspricht einer Fläche von ungefähr neun Fußballfeldern. Die nächste Kleinstadt Shelburne ist etwa 30 Minuten entfernt. Auf dem Grundstück steht inzwischen ein 85 Quadratmeter großes Blockhaus, das die Familie nach dem Gewinn errichten ließ. Hinzu kommen ein Schuppen, ein Bootssteg und zwei Boote.
Auf modernen Komfort muss man allerdings weitgehend verzichten: Strom liefern Solarzellen und Autobatterien, Wasser wird direkt aus dem See gepumpt. Statt eines gewöhnlichen Badezimmers gibt es eine Komposttoilette. Roß verbrachte nach eigenen Angaben über viele Jahre regelmäßig mehrere Wochen auf seiner Insel. Angeln, Lagerfeuer und Arbeiten rund um das Grundstück gehörten zu seinen Aufenthalten.
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Warum der Haribo-Gewinner seine Insel jetzt verkauft
Doch so schön das abgeschiedene Naturparadies ist, so aufwendig gestaltet sich der Unterhalt. Vor allem die Eltern des Unterfranken verbrachten viel Zeit auf der Insel und kümmerten sich um die Pflege. Mittlerweile ist ihnen die lange Anreise jedoch zu beschwerlich geworden.
Auch finanziell ist der Besitz nicht ganz unkompliziert. Nach Angaben von Roß fallen jährlich rund 2.500 Euro Grundsteuer an. Dazu kommen Flugtickets, Mietwagen und weitere laufende Ausgaben.