Mann in Knittlingen unter Terrorverdacht festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat nach SWR-Informationen am Dienstagmorgen einen 22-jährigen Rumänen in Knittlingen (Enzkreis) festnehmen lassen. Ihm wird die versuchte Gründung und Führung einer rechtsterroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sein Ziel soll gewesen sein, die rumänische Regierung zu stürzen und einen Staat nach Vorbild des NS-Regimes zu gründen. Der Mann wird am Dienstagvormittag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt. Unter Terrorverdacht: Mann handelte von Deutschland aus In Ermittlungskreisen heißt es, der Mann habe von Deutschland aus versucht, eine terroristische Vereinigung in Rumänien aufzubauen, um den derzeit demokratischen und zur EU gehörenden Staat zu stürzen und stattdessen eine Diktatur zu errichten, die sich am Nationalsozialismus und dem so genannten "Dritten Reich" orientiert. Dabei soll er zu einem "Krieg des Terrors" aufgerufen und Anleitungen für Spreng- und Brandanschläge sowie Giftmorde verbreitet haben. Bei seinen Versuchen, Mittäter zu gewinnen, soll sich der Mann nach SWR-Informationen die Gaming-Szene als Vorbild genommen haben. So soll er für verschiedene Anschlagsarten eine Art Punktesystem zur Belohnung entwickelt haben. Ermittler: Pläne noch im Versuchsstadium Aus Sicht der Ermittler sind seine Pläne aber noch im Versuchsstadium gewesen. Am Dienstagmorgen ist der Mann im Auftrag des Generalbundesanwalts von Polizeikräften aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Knittlingen im baden-württembergischen Enzkreis festgenommen worden. Er wird am Vormittag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt, der über die Untersuchungshaft entscheidet.