Öltanker vor Rügen offenbar wieder manövrierfähig
Stand: 19.10.2026 11:21 Uhr
Der zeitweise manövrierunfähige Öltanker "Sled" ist offenbar wieder unterwegs. Das Schiff mit russischem Rohöl an Bord fährt nach Schiffspositionsdaten durch die Kadetrinne Richtung Westen.
Der Tanker war in der Nacht zu Sonntag zwischen Rügen und der dänischen Insel Moen liegen geblieben. Medienberichten zufolge hat die knapp 200 Meter lange "Sled" russisches Rohöl an Bord. Laut Greenpeace gehört der Tanker nicht zur russischen Schattenflotte.
Antriebsprobleme offenbar behoben
Das Schiff war in der Nacht zu Sonntag zunächst nordöstlich der Mecklenburger Bucht langsamer geworden. Am Sonntag trieb es auf der Ostsee in Richtung Dänemark - allem Anschein nach manövrierunfähig. Anschließend lag der Tanker etwa einen Tag lang vor Anker. Inzwischen fährt die "Sled" laut Schiffspositionsdaten im Internet wieder durch die Kadetrinne in Richtung Westen. Die Probleme mit dem Antrieb sind offenbar behoben. Auf den Positionsdaten ist kein Schlepper in der Nähe des Tankers zu sehen. Der Öltanker ist damit wohl wieder auf dem Weg vom russischen Primorsk in Richtung Skagen in Dänemark. Das Schiff fährt unter der Flagge der Bahamas.
Notfallschlepper und Bundespolizei im Einsatz
Der deutsche Notfallschlepper "VB Bremen Fighter" hatte sich auf den Weg zu dem Tanker gemacht. Auch die Bundespolizei war in der Nacht zu Sonntag im Einsatz - in erster Linie wegen zwei anderen russischen Schiffen, die den Tanker möglicherweise eskortiert haben. Weil sie aber nicht in deutsche Gewässer fuhren, wurden sie zwar beobachtet, aber nicht kontrolliert.