Marianne Rosenberg (71) zieht sich zurück - jetzt erklärt die Schlager-Ikone den Grund
Im Juli stand Marianne Rosenberg zuletzt auf einer großen Bühne. Danach kamen keine Termine mehr, und auch auf Instagram wurde es still um die Berlinerin.
Jetzt hat die 71-Jährige ihre Funkstille selbst erklärt. Zuerst hatte t-online darüber berichtet. Die gute Nachricht für Fans: Mit Karriereende hat der Rückzug nichts zu tun.
Marianne Rosenberg auf Instagram: „Zeit des Rückzugs“
Auf ihrem Instagram-Profil teilte Rosenberg ein Schwarz-Weiß-Foto von sich. Darunter beschreibt sie ihre aktuelle Phase als „eine Zeit des Rückzugs, des Innehaltens und des Erfindens neuer Musik und neuer Texte“.
Sie stecke mitten im Prozess, neue Musik zu produzieren. Dann folgt ein Satz, der fast selbst nach Refrain klingt: „Ich schreibe, fühle, erschaffe und schicke euch dabei liebe Grüße.“
Kommt ein neues Album von Marianne Rosenberg?
Das Wort „Album“ nimmt Rosenberg nicht in den Mund. Wer allerdings von neuen Texten im Plural spricht, bastelt vermutlich nicht nur an einer einzelnen Single. Einen Erscheinungstermin gibt es bislang nicht.
Fest steht, dass sie ihre Platten heute selbst steuert. Bei der Vorstellung ihres Albums „Bunter Planet“ sagte sie der Deutschen Presse-Agentur, sie verstehe sich als Regisseurin ihres gesamten musikalischen Werks, wie die Berliner Zeitung berichtete.
Früher hätten Plattenfirma, Produzenten und Autoren über alles entschieden. Dass sich das Selbermachen lohnt, zeigen die Charts: Mit „Im Namen der Liebe“ landete Rosenberg 2020 auf Platz eins – mit 65 Jahren.
Schon in den 80ern brach Rosenberg mit dem Schlager
Ganz neu ist das Abtauchen für die gebürtige West-Berlinerin nicht. Anfang der 1980er-Jahre kehrte sie dem Schlager schon einmal den Rücken. Jahre später kam sie umso erfolgreicher zurück.
Kreative Freiheit war ihr dabei nicht in die Wiege gelegt. Als 14-Jährige trat sie in der „ZDF-Hitparade“ auf, obwohl das Mindestalter bei 16 lag. Ihre Plattenfirma machte sie dafür kurzerhand zwei Jahre älter, erzählte Rosenberg der „Welt am Sonntag“.
„Hass hat den Hass noch nie besiegt“
Neben den Zeilen über ihre Arbeit hatte Rosenberg eine zweite Botschaft an ihre rund 33.500 Follower: „Bleibt in der Liebe, denn Hass hat den Hass noch nie besiegt.“
Ähnliche Worte hatte sie im Juli gewählt, kurz nach dem Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin. Die Sängerin gilt seit Jahrzehnten als Ikone der queeren Community, „Er gehört zu mir“ ist dort längst eine Hymne.
Unter dem neuen Post wünschen ihr Fans vor allem Ruhe für das Studio. Eine Nutzerin ist sich schon jetzt sicher, dass die neuen Lieder großartig werden.
Wann tritt Marianne Rosenberg wieder auf?
Lange müssen die Fans nicht warten. Am 22. Januar soll Rosenberg laut Veranstaltungskalender bei der Schlagernacht in Bernau auf der Bühne stehen, eine knappe S-Bahn-Stunde vom Berliner Zentrum entfernt.
Ein Abschied ist die Pause also nicht, sondern ein Arbeitsurlaub mit Ansage. Wer bis Januar Entzugserscheinungen bekommt, dem bleibt „Marleen“ in Dauerschleife.
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