Marine Le Pen: Frankreichs Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus
Die rechte französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat die russische Regierung kritisiert. »Wir werden niemals tolerieren, dass eine ausländische Macht, in diesem Fall Russland, hoffen kann, direkt oder indirekt die Politik unseres Landes durch Einschüchterung, Bedrohung, Destabilisierung oder psychologischen Druck zu diktieren«, teilte Le Pen in einem gemeinsamen Schreiben mit dem Parteichef des Rassemblement National, Jordan Bardella, mit. Die Außenpolitik des Landes werde in Paris entschieden, nicht in Moskau, hieß es darin.
Es sei legitim, über die diplomatische und strategische Ausrichtung Frankreichs zu debattieren, hieß es weiter. Dabei müsse man auch über den Umfang der Unterstützung der Ukraine und die Bedingungen dafür reden. Druck von außen sei aber illegitim. »Keine Provokation, keine Geheimoperation und keine Destabilisierungsaktion können Frankreich dazu bringen, Russland das Erlangen seiner Kriegsziele in der Ukraine zu erleichtern«, schrieben Le Pen und Bardella.
Russland hatte Russlandgeschäfte europäischer Unternehmen unter Zwangsverwaltung gestellt
Das Schreiben ist eine Reaktion auf jüngste russische Aktivitäten. Demnach hatte Russland zuletzt die Russlandgeschäfte einiger europäischer Unternehmen, darunter der französischen Warenhauskette Auchan, unter Zwangsverwaltung gestellt. Le Pen und Bardella schrieben von »feindlichen Taten in Europa«, die von Agenten im Auftrag Russlands verübt würden und seit einigen Wochen zunähmen.