DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,14 % 4.470,20 USD 02:58:30 Silber +1,16 % 66,03 USD 02:58:14 Brent +0,10 % 87,81 USD 02:58:40 WTI +0,16 % 82,26 USD 02:58:40 Bitcoin +0,03 % 63.929,32 USD 03:08:28 EUR/USD -0,06 % 1,15490 USD 03:08:24 EUR/GBP -0,23 % 0,85460 GBP 03:08:40 EUR/CHF +0,11 % 0,93490 CHF 03:08:41 EUR/JPY +0,67 % 183,687 JPY 03:08:42

Mark Zuckerberg: KI-Manifest gegen OpenAI und Anthropic

Technologie

Mark Zuckerberg hat große Ambitionen in der Künstlichen Intelligenz (KI), aber der von ihm geführte Internetkonzern Meta hat hier bislang Rückstand auf Wettbewerber wie Open AI und Anthropic. Jetzt hat er einen langen Aufsatz verfasst, der sich in Teilen wie eine Attacke auf diese Unternehmen liest, ohne dass er sie direkt beim Namen nennt. Er kündigt darin an, fortan verstärkt auf offene KI-Modelle zu setzen, wohingegen das Geschäftsmodell von Open AI und Anthropic in erster Linie auf geschlossenen Modellen basiert. Er spricht von „anderen“ KI-Spezialisten, die sich mit ihren Technologien vor allem an Institutionen wie Unternehmen und Regierungen richteten, während Meta KI für die Allgemeinheit entwickeln wolle. Zuckerberg beklagt auch „Schwarzmalerei“ unter vielen KI-Entwicklern. Und er suggeriert, dies geschehe mit der Absicht, den Wettbewerb zu behindern. „Der Gedanke, KI sei so gefährlich, dass extreme Machtkonzentration den einzigen sicheren Weg darstelle, erscheint von Natur aus problematisch.“ F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.A.Z. bei Google bevorzugen In seinem Manifest versucht Zuckerberg allgemein, Optimismus zu verbreiten. Er beschreibt seine Ausführungen als „Weg in eine positive KI-Zukunft“. Und mit Blick auf zunehmende Sorgen über Kehrseiten von KI stellt er Meta als positive Kraft dar. Er kündigt zum Beispiel die Gründung eines Fonds an, der Kommunen zugutekommen soll, in denen Meta KI-Rechenzentren baut. In den USA und auch anderswo mehrt sich der Widerstand gegen solche Projekte. Der neue Meta-Fonds soll mit einer Milliarde Dollar dotiert sein. Und Zuckerberg hebt in seinem Aufsatz positive Auswirkungen von KI-Projekten auf Regionen hervor. Etwa dass zusätzliche Steuereinnahmen durch ein von Meta geplantes Rechenzentrum im US-Bundesstaat Louisiana eine Bonuszahlung von 50.000 Dollar für dortige Lehrer ermöglicht hätten. „Die wettbewerbsintensivste Industrie in der Geschichte“ Zuckerberg schreibt, ein erheblicher Nachteil der USA im KI-Rennen mit Ländern wie China sei es, dass es hier schwieriger sei, die erforderliche Infrastruktur zu bauen. KI sei wahrscheinlich „die wettbewerbsintensivste Industrie in der Geschichte“. Es sei daher wichtig, Innovation in den USA zu beschleunigen und „geopolitische Rivalen“ zu bremsen. Mit seinem Aufsatz befeuert Zuckerberg die Debatte um offene und geschlossene KI-Modelle weiter. Offene Modelle sind weitgehend frei für die Allgemeinheit zugänglich. Sie können heruntergeladen und verändert werden, während geschlossene Modelle strengerer Kontrolle ihrer Entwickler unterliegen. Zuckerberg argumentiert jetzt, unter Sicherheitsaspekten hätten sich offene Modelle als besser erwiesen. Als Indiz dafür zieht er die kürzlich publik gewordenen Cyberangriffe von Open-AI-Modellen auf die KI-Plattform Hugging Face heran. Hugging Face habe sich offener Modelle bedient, um die Attacke abzuwehren. Der Meta-Chef hat sich auch in der Vergangenheit öfter als Verfechter offener Modelle positioniert, aber in jüngster Zeit mit Meta stärker auf geschlossene Modelle gesetzt. Jetzt schreibt er, das Unternehmen werde die Einführung offener Modelle „wiederaufnehmen“. Das erste von ihnen soll Muse Glimmer sein, eine Variante des Modells Muse Spark. Mit offenen Modellen haben zuletzt vor allem chinesische Unternehmen wie Moonshot AI aufhorchen lassen. Zuckerberg beschreibt es nun als wichtig, dass die USA und ihre Verbündeten das offene KI-Ökosystem anführen, da es künftig für einen großen Teil der KI-Nutzung stehen werde. Heute seien ausländische KI-Spezialisten im Vorteil, weil es in den USA strengere Restriktionen für die KI-Entwicklung gebe. Dies müsse die US-Regierung zu ändern versuchen. Dagegen sei es keine „effektive Lösung“, den Zugang zu ausländischen offenen Modellen zu beschränken. US-Finanzminister Scott Bessent hat unlängst mit Sanktionen gegen chinesische KI-Modelle gedroht. Zuckerberg spricht sich auch gegen jede Art der Regulierung aus, die die Veröffentlichung amerikanischer Modelle verzögert, „und sei es nur um einen Monat“. Damit würde die Führungsposition der USA aufs Spiel gesetzt. Anstelle eines „rigiden“ Prozesses und Zeitrahmens schlägt er eine „enge proaktive Zusammenarbeit“ zwischen Regierung und KI-Entwicklern vor. US-Präsident Donald Trump hat unlängst ein Dekret herausgegeben, das eine stärkere staatliche Aufsicht über die KI-Branche vorsieht, wenn auch an recht langer Leine. Unter anderem ist darin von einer Prüfung neuer KI-Modelle auf freiwilliger Basis über einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen vor ihrer Veröffentlichung die Rede.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren