DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Marke, Radio NRW baut Vorsprung aus

Unterhaltung

Es ist wieder Zeugnis-Tag für die Radiobranche. Die gute Nachricht vorweg: Die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AGMA) belegen, dass die Audio-Nutzung weiter auf einem hohen Niveau liegt. Demnach nutzen 74,1 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren von Montag bis Freitag täglich mindestens einen klassischen Radiosender beziehungsweise ein Webradio - ein minimaler Rückgang im Vergleich zur letzten Erhebung im Frühjahr. Sie tun das noch dazu über einen langen Zeitraum hinweg: Die Hörerinnen und Hörer bleiben ihren Sendern 251 Minuten am Tag treu. Selbst die 14- bis 29-Jährigen hören täglich mehr als drei Stunden auditive Angebote. Die AGMA hat zudem ermittelt, dass das auch für neuere Verbreitungswege wie DAB+ und Online-Audio gilt. Die unter 30-Jährigen nutzen über DAB+ täglich 134 Minuten Audioangebote und über Online-Audio immerhin noch 110 Minuten. Bei den 30- bis 59-Jährigen ist die Nutzung über DAB+ mit einer täglichen Verweilsdauer von 167 Minuten sogar noch stärker gefragt. Tatsächlich habe sich DAB+ inzwischen "als relevanter Verbreitungsweg im Audiomarkt etabliert", heißt es. Im Weitesten Hörerkreis nutzen laut aktueller Erhebung 35,6 Prozent der Bevölkerung das Digitalradio, bei den 30- bis 59-Jährigen liegt der Wert sogar bei 43,1 Prozent innerhalb der letzten vier Wochen. Antenne Bayern und Bayern 3 mit Plus, SWR3 mit Verlusten Mit Blick auf die einzelnen Angebote fällt auf, dass es nur noch einen Reichweiten-Millionär gibt. Es handelt sich dabei um Radio NRW, das auf rund 1,3 Millionen Hörerinnen und Hörer in der Durchschnittsstunde kommt (Mo-Fr, 6-18 Uhr - alle weiteren Zahlen in diesem Text beziehen sich sofern nicht anders angeben auf diese für die Werbevermarktung wichtige Währung). Verglichen mit dem Frühjahr konnte das nordrhein-westfälische Lokalsender-Konglomerat damit sogar um 2,2 Prozent zulegen, während sich die öffentlich-rechtlichen Konkurrenten WDR 2 und 1Live nur um jeweils 0,3 Prozent steigerten. Auffällig: Unter den Einzelsendern gibt es in der aktuellen MA-Erhebung der AGMA keinen Sender mehr, der die Millionen-Marke in der Durchschnittsstunde knacken konnte. Lag Bayern 1 zuletzt noch deutlich darüber, so gehörte die BR-Welle diesmal zu den größeren Verlierern. Um satte 10,1 Prozent ging es nach unten - kein anderer Sender aus den bundesweiten Top 20 musste ein derart großes Minus hinnehmen. Mit 981.000 Hörerinnen und Hörern pro Durchschnittsstunde lag Bayern 1 gleichwohl noch immer vor SWR3. Für den Sender aus dem Südwesten gab es aber ebenfalls Verluste: Hier betrug das Minus immerhin 5,3 Prozent. Während also Bayern 1 kräftige Einbußen hinnehmen musste, konnte Bayern 3 einen Großteil davon abfedern. Mit 13,9 Prozent war die Popwelle des BR nämlich im Gegenzug einer der größten Gewinner und steigerte sich letztlich auf 679.000 Hörerinnen und Hörer pro Durchschnittsstunde. Aber auch die private Konkurrenz legte zu, wenn auch nicht so kräftig: Um immerhin 5,0 Prozent ging es für Antenne Bayern nach oben, das übrigens auch schon im Frühjahr ähnlich stark hinzugewonnen hatte. Die 20 meistgehörten Radiosender in Deutschland laut Audio-MA 2026/II (Hörer ab 14 Jahre pro Stunde, Mo-Fr 6-18 Uhr): Hörer in Tsd. MA 2026/II Hörer in Tsd MA 2026/I Veränderungen in Prozent Radio NRW 1.300 1.272 +2,2 % Bayern 1 981 1.091 -10,1 % SWR 3 934 986 -5,3 % WDR 2 896 893 +0,3 % Antenne Bayern 758 722 +5,0 % 1Live 731 729 +0,3 % Bayern 3 679 596 +13,9 % NDR 2 677 692 -2,2 % Radio Bob! 676 698 -3,2 % bigFM 481 476 +1,1 % Rock Antenne 448 463 -3,2 % SWR1 BW 396 379 +4,5 % Hit Radio FFH 396 428 -7,5 % SWR4 BW 385 381 -1,0 % Radio ffn 339 346 -2,0 % MDR Sachsen 315 317 -0,6 % HR3 305 320 -4,7 % 80s80s Radio 277 253 +9,5 % MDR Jump 269 284 -5,3 % Antenne Niedersachsen 239 238 +0,4 % Quelle: AG.MA, ausschließlich Werbeträger Blickt man auf alle ausgewiesenen Angebote, dann ist erneut Hitradio OHR aus Offenburg der größte Gewinner. Nachdem das Plus bereits im März mehr als 60 Prozent betrug, ging es nun sogar noch einmal um weitere 80,8 Prozent nach oben. Innerhalb eines Jahres gelang es dem baden-württembergischen Sender damit, die Zahl seiner Hörerinnen und Hörer in der Durchschnittsstunde fast zu verdreifachen. Der von NRJ betriebene Sender Nostalgie wiederum, beim letzten Mal noch der größte Verlierer, zeigte sich nun wieder erholt und legte um 39,1 Prozent zu. Fast genauso groß fiel daneben auch das Plus von Rock Antenne Hamburg aus - hier konnte das dicke Minus aus dem Frühjahr mehr als ausgeglichen werden. Besonders bemerkenswert ist derweil das Plus für YouFM: Der hessische Jugendsender des HR ist bekanntermaßen seit Juni in DasDing aufgegangen, konnte bei der nun erfolgten Erhebung aber noch einmal um satte 30,5 Prozent zulegen. Man darf also durchaus gespannt sein, ob das Nachfolgeprogramm in der Zielgruppe ebenso verfangen wird. Die größten Gewinner (in Prozent): Hörer in Tsd. MA 2026/I Hörer in Tsd MA 2025/II Veränderungen in Prozent Hitradio OHR 47 26 +80,8 % Nostalgie 32 23 +39,1 % Rock Antenne Hamburg 61 45 +35,6 % YouFM (ab 1.6. DasDing vom HR) 124 95 +30,5 % MDR Thüringen 197 155 +27,1 % planet radio 82 66 +24,2 % Energy Sachsen 55 45 +22,2 % Gong 96.3 (München) 45 38 +18,4 % Die neue Welle 45 38 +18,4 % Donau 3 FM Baden-Württemberg 27 23 +17,4 % Quelle: AG.MA Der prozentual größte Verlierer kommt indes aus Bayern: Radio Arabella büßte in der Durchschnittsstunde fast jeden zweiten Hörer ein. Nur geringfügig niedriger fiel daneben das Minus des norddeutschen Jugendsenders delta radio aus - um ganze 44,7 Prozent ging es hierfür nach unten. Zudem befinden sich erneut gleich zwei Energy-Sender unter den stärksten Verlierern der MA-Erhebung: 22,6 Prozent betrug das Minus für Energy Hamburg und sogar 34,6 Prozent für Energy Bremen Die größten Verlierer (in Prozent): Hörer in Tsd. MA 2026/I Hörer in Tsd MA 2025/II Veränderungen in Prozent Radio Arabella Bayern 20 38 -47,4 % delta radio 26 47 -44,7 % Energy Bremen 34 52 -34,6 % Radio Seefunk 23 33 -30,3 % Radio Salü 39 51 -23,5 % Energy Hamburg 24 31 -22,6 % 110,5 Das Hitradio 28 36 -22,2 % Rockland 14 18 -22,2 % Rockland Radio 50 63 -20,6 % 100,6 FluxFM 27 34 -20,6 % Quelle: AG.MA Bitte beachten Sie: Die aktuelle Berichterstattung basiert auf neuen Mikrozensus-Außenvorgaben. Dadurch verändert sich die Gewichtungs- und Hochrechnungsbasis. Ausgewiesene Reichweiten, Nutzerzahlen und Zielgruppenstrukturen können sich deshalb verändern. Ein Anstieg oder Rückgang in absoluten Zahlen ist nicht automatisch als anteilige Nutzungsänderung zu interpretieren. Zeitvergleiche sollten unter Berücksichtigung der neuen Basis vorgenommen werden. Im Folgenden: Ein Blick in die einzelnen Bundesländer...

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