Marko-Seitenhieb nach "Blamage" in der Formel 1 - Kehrtwende "beschlossene Sache"
Der langjährige Red-Bull-Verantwortliche Dr. Helmut Marko hat sich nach dem Großen Preis von Bahrain in Malaysia einen Seitenhieb nicht verkneifen können. Der Österreicher bezog sich auf die chaotische Einführungsrunde auf der Strecke in Sepang, die die Diskussion über die Rückkehr zum V8-Motor erneut angefacht hat.
"Dass ein Highend-Produkt wie die Formel 1 durch ein Software-Problem gestoppt wird, ist schon beschämend", beklagte Helmut Marko bei "oe24" nach den Vorkommnissen auf der Einführungsrunde vor dem Großen Preis von Bahrain in Malaysia. Ein kleiner Seitenhieb: "Andererseits hilft diese Blamage, dass man wieder umdenkt."
In Sepang hatten zahlreiche Autos, darunter der Red Bull von Max Verstappen oder der Ferrari von Lewis Hamilton, auf der Formationsrunde nicht mehr beschleunigen können, einige blieben gar auf der Strecke stehen. Dadurch wurde die Startreihenfolge durcheinandergewirbelt und die Prozedur zunächst abgebrochen.
Zuvor hatte es stark geregnet, in den neuen Hybrideinheiten mit beinahe 50-prozentigem Elektroanteil waren daher besondere Setups für die Fahrt auf nasser Strecke notwendig. Diese veränderten Settings führten letztlich bei extrem langsamer Fahrt zu den Problemen - auch, weil unter diesen Bedingungen zuvor keine Tests durchgeführt worden waren.
Marko geht von Rückkehr zum V8-Motor aus
Die Rennleitung schickte die Fahrer wieder zurück in die Box und stellte den Teams kurzfristig ein Software-Update zur Verfügung. Anschließend konnte das Rennen doch noch regelkonform mit der ursprünglichen Startreihenfolge beginnen.
Kritik folgte dennoch sogleich aus dem Fahrerlager, etwa von Rennsieger Max Verstappen. "Das ist unser Problem: Dass die Motoren so kompliziert sind, dass sie so sehr von der Software abhängen", sagte der Niederländer: "Das ist nicht, was wir in diesem Sport haben wollen. Ich hoffe, dass wir daraus lernen."
Sein langjähriger Förderer Helmut Marko, der noch immer gut in der Formel 1 vernetzt ist, weiß: "Die Rückkehr zum V8-Motor mit Turbo 2030 ist, so weit ich weiß, beschlossene Sache."