DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,69 % 4.437,30 USD 23:00:00 Silber +0,36 % 65,11 USD 22:59:58 Brent +1,67 % 88,52 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,11 % 63.041,76 USD 17:45:15 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

Marktbericht: Anleger fassen Mut vor neuen Inflationszahlen

Wirtschaft

Der deutsche Leitindex legt im frühen Handel um 0,8 Prozent auf 24.827 Punkte zu. Gestern war der DAX mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 24.627 Zählern aus dem Handel gegangen. Insgesamt sei der Wochenauftakt an den Börsen in ruhigen Bahnen verlaufen, heißt es von der Helaba. "Die Aufregung um den gegenseitigen Beschuss zwischen den USA und Iran hat sich gelegt und so gab es keine nennenswerten Ausschläge der Energiepreise." Trotz der heutigen soliden Kursgewinne sind die Fachleute zurückhaltend: Für die Helaba-Experten befindet sich der DAX derzeit in einer "trendlosen Verfassung". Auch Jochen Stanzl, Marktbeobachter bei der Consorsbank, spricht von einem "Sommerloch": "Zwar könnten das Zentralbanktreffen in Sintra und die Arbeitsmarktdaten aus den USA kurzfristige Impulse liefern. Die Schwankungen haben aber insgesamt abgenommen, und die Handelsumsätze sind nur noch unterdurchschnittlich - der Sommer-Blues hat die Börse in Frankfurt erfasst", so Stanzl. Zum Ende des ersten Börsenhalbjahres ist es Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Während der DAX in den vergangenen sechs Monaten kaum von der Stelle kam und nur leicht zulegte, sieht es in Asien anders aus. Beim südkoreanischen Kospi betrage das Plus 65 Prozent, beim japanischen Nikkei 225 rund 37 Prozent, betonten die Marktstrategen der Deutschen Bank. Die beiden asiatischen Indizes sind technologielastig, viele Technologiewerte und Chiphersteller sind in ihnen vertreten. Der Hype um das Thema Künstliche Intelligenz führt zu einer Kursrally in der Tech-Branche. Auch die US-Technologiebörse Nasdaq hat deshalb deutlich zugelegt. Der deutsche Leitindex DAX ist dagegen eher von Industrie, Maschinenbau, Pharma oder der Autobranche geprägt. Die KI-Euphorie könnte sich aber als übertrieben erweisen. Dann würden die hohen Bewertungen der Technologieaktien recht schnell korrigiert - und die aktuell besonders erfolgreichen Börsen könnten von ihren Höchstständen deutlich zurückfallen. Der wichtigste Termin des Tages wird heute die Bekanntgabe der deutschen Inflationsdaten für den Monat Juni um 14 Uhr sein. Die Verbraucherpreise in der Eurozone spielen eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die hohen Energiepreise hatten zuletzt für eine steigende Inflation gesorgt. In Frankreich schwächt sich die Inflation bereits ab: Dort legten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich nur um 2,0 Prozent zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem weniger deutlichen Rückgang von 2,8 Prozent im Vormonat auf 2,3 Prozent gerechnet. Die EZB hatte am 11. Juni erstmals seit fast drei Jahren den Leitzins angehoben. Aktuell liegt er bei 2,25 Prozent. Die EZB dürfte aus Sicht der deutschen EZB-Direktorin Isabel Schnabel die Zinszügel noch weiter anziehen. "Um die Inflation mittelfristig wieder auf unseren Zielwert von zwei Prozent zurückzubringen, werden wir aus heutiger Sicht die Zinsen weiter anheben müssen", sagte sie jüngst in einem Interview mit der ZEIT. Bundesbankchef Joachim Nagel sieht mit der jüngsten Zinserhöhung die Inflationsgefahr im Euroraum noch nicht gebannt. "Ich erwarte, dass die Inflationsrate deutlich über unserem Ziel bleiben wird", sagte Nagel dem Sender CNBC mit Blick auf die von der EZB angestrebte Teuerungsrate von 2,0 Prozent. Der Energiepreisschock, der mit dem Konflikt im Nahen Osten aufgekommen ist, sei noch nicht vorbei. Auf der nächsten Zinssitzung im Juli werde es laut Nagel die Möglichkeit geben, den weiteren geldpolitischen Kurs abzustecken. Nagel verwies zugleich auf die übernächste Sitzung im September, bei der aktualisierte Prognosen des EZB-Stabs vorgelegt würden. "Ich werde mir alle Optionen offenhalten", fügte er hinzu.

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