DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,60 Pkt 21:00:00 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:00:00 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -0,91 % 3.994,60 USD 08:29:06 Silber -2,73 % 50,77 USD 08:29:06 Brent -2,05 % 112,52 USD 08:28:39 WTI +1,42 % 103,45 USD 08:29:12 Bitcoin +0,48 % 78.147,33 USD 08:39:14 EUR/USD +0,29 % 1,11880 USD 08:38:44 EUR/GBP -0,30 % 0,83440 GBP 08:39:15 EUR/CHF -0,39 % 0,92000 CHF 08:39:16 EUR/JPY +0,12 % 176,274 JPY 08:39:16

Marktbericht: Anleger warten auf Trumps UN-Auftritt

Wirtschaft

Der deutsche Leitindex verliert im frühen Handel um rund 0,2 Prozent auf 25.525 Punkte. Zum Wochenstart war der DAX noch 1,1 Prozent auf 25.575 Punkte geklettert. Insgesamt stützend wirken die tendenziell sinkenden Ölpreise.

"Trotz des Ausfalls einer saudi-arabischen Pipeline blieben die Förder- und Liefermengen aus dem Nahen Osten überraschend stabil. Zugleich nährten diplomatische Initiativen rund um den Nahost-Konflikt die Hoffnung auf eine schrittweise Deeskalation, was die Risikoprämie am Energiemarkt spürbar abbaute", kommentiert Frank Sohlleder, Analyst beim Broker ActivTrades.

Der Ölpreis bleibe das Fieberthermometer der Märkte, unterstreicht Timo Emden, Chefmarktanalyst von CapTrader. "Nach dem Kursplus vom Vortag bleibt offen, ob der Markt tatsächlich die Kurve bekommt oder nur nach Luft geschnappt hat. Zwischen Entspannungssignalen, Inflationssorgen und dem Schatten des Trump-Xi-Gipfels bleibt die Stimmung fragil."

Zum Wochenstart waren die Ölpreise den vierten Handelstag in Folge gefallen. Zeitweise sank der Brent-Preis dabei unter die Marke von 100 Dollar. Bringt nun Diplomatie weitere Erleichterungen?

In New York beginnt heute mit der Generaldebatte das wichtigste Treffen der Vereinten Nationen. Dabei will US-Präsident Donald Trump mit Vertretern der Golfstaaten zusammenkommen. Zudem könnte sich Trump am Rande der Veranstaltung mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian treffen.

Außerdem trifft Trump den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping, der vom 23. bis 25. September für einen Staatsbesuch in die Vereinigten Staaten reist. Investoren hoffen auf eine Verlängerung des Handelsabkommens und eine mögliche Zusammenarbeit bei Künstlicher Intelligenz (KI). Konstruktive Vorgespräche auf Ministerebene würden die Anleger im Vorfeld des Diplomatie-Marathons vorsichtig optimistisch stimmen, meint Analyst Sohlleder.

Im MDAX richtet sich die Aufmerksamkeit heute auf Evonik. Der Spezialchemiekonzern will mit einem Umbauprogramm das Wachstum stärken und über einen Jobabbau die Kosten senken. Weltweit will das Unternehmen 3.200 Stellen streichen, davon 2.150 in Deutschland.

Gute Chancen für Wachstum sieht Evonik besonders in Asien und Amerika, dort werden aktuell weitere Investitionsprojekte geprüft. Finanzielle Details zu Spareffekten und Sonderkosten nannte Evonik nicht. Die Aktie legte um fast fünf Prozent zu.

Bei den US-Unternehmen steht Paramount im Blickpunkt. Der US-Medienkonzern ist bei der Übernahme des Konkurrenten Warner fast am Ziel. Paramount einigte sich mit zwölf US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft. Sie hatten gegen die Übernahme geklagt.

Das Argument der Gegner: Ein Zusammenschluss würde den Wettbewerb aushebeln. Wenn die Einigung von einem Gericht genehmigt wird, ist der Weg für den Deal frei. 110 Milliarden Dollar will Paramount für Warner bezahlen.

Um Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen, machte Paramount weitreichende Zugeständnisse und verhinderte so einen Zwangsverkauf von Kabelnetzwerken wie CNN oder lukrativen Filmreihen.

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