DAX +0,44 % 26.435,68 Pkt 15:45:52 MDAX -0,27 % 32.318,57 Pkt 15:45:52 Euro Stoxx 50 +0,55 % 6.571,82 Pkt 15:45:45 Dow Jones +0,28 % 54.188,47 Pkt 16:00:49 S&P 500 +0,06 % 7.762,48 Pkt 16:00:52 Nasdaq -0,44 % 26.572,42 Pkt 16:00:43 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +2,08 % 4.452,50 USD 15:50:51 Silber +0,08 % 65,16 USD 15:50:51 Brent -0,96 % 86,88 USD 15:50:34 WTI -0,94 % 81,36 USD 15:50:51 Bitcoin +0,33 % 64.124,53 USD 16:00:48 EUR/USD -0,09 % 1,15460 USD 16:00:24 EUR/GBP -0,19 % 0,85500 GBP 16:00:53 EUR/CHF +0,16 % 0,93540 CHF 16:00:53 EUR/JPY +0,73 % 183,797 JPY 16:00:51

Marktbericht: DAX bleibt der Nähe seiner Bestmarke

Wirtschaft

Der DAX startet solide in den neuen Handelstag. Das Börsenbarometer notiert zu Beginn bei 26.383 Punkten, das ist ein Plus von 0,2 Prozent. Auch gestern war der Leitindex mit anfänglichen Gewinnen gestartet, ging am Ende aber kaum verändert mit 26.323 Punkten aus dem Handel. Dafür verantwortlich sind insbesondere die ausbleibenden Fortschritte im Nahen Osten. Die Hoffnungen auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus schwinden. Mit Blick auf den Nahostkonflikt hätten sich die Marktakteure mittlerweile "an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen", kommentiert Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Dass der DAX zuletzt so stark war, liegt laut Stanzl auch an der guten Berichtssaison. Trotz hoher Energiepreise hätten die DAX-Unternehmen ein gutes Gewinnwachstum gezeigt. US-Präsident Donald Trump hatte am Montag als neue Bedingung für ein Friedensabkommen Reparationszahlungen Irans gefordert - genauso wie die Regierung in Teheran ihrerseits. Aus Sicht von Finanzprofis erschwert das eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. "Wir befinden uns jetzt in einer Art Patt-Situation, in der es darum geht, wer zuerst nachgibt", sagt Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. Angesichts der geringeren Zuversicht der Anleger steigen auch die Ölpreise weiter. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuert sich am Morgen um 1,5 Prozent auf rund 89 Dollar. Zinsspekulationen und die Entwicklungen in Nahost haben auch der Wall Street am Montag Kursverluste eingebrockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 53.976 Punkten. Der breiter gefasste ‌S&P 500 gab ebenfalls 0,1 ​Prozent auf 7.753 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 26.605 Punkte. Der US-Chipkonzern Nvidia will gemeinsam mit sechs großen Finanzinstituten mehr als 500 Milliarden Dollar an Kapital für den Ausbau von KI-Infrastruktur mobilisieren. Zum Projekt gehört, in großem Stil Investorengelder für Fonds zum Ausbau von Rechenzentren mit Chipsystemen von Nvidia anzulocken, teilte Nvidia mit. An der Partnerschaft beteiligen sich unter anderem die US-Großbank Goldman Sachs sowie die Investmentfirmen Apollo, Blackrock und KKR. Unklar ist, in welchem Zeitraum das Geld gesammelt werden soll. Papiere des Wind- und Solarparkentwicklers PNE brechen zu Börsenstart 12 Prozent ein. Hintergrund ist die Suche nach einem Käufer für das Unternehmen aus Cuxhaven. Auslöser war ein Bericht des Handelsblatts. Bislang sollte nur ein Teil von PNE veräußert werden, nun steht das gesamte Unternehmen zum Verkauf. In einer Mitteilung heißt es, PNE habe zwar Angebote erhalten, jedoch waren die Preisvorstellungen unterhalb des derzeitigen Börsenkurses. Nun ist ungewiss, ob sich ein Käufer für PNE findet. Ganz andere Sorgen treiben gerade Industriekonzerne um, die zum Transport auf Wasserwege angewiesen sind. Wegen des Niedrigwassers im Rhein stehen nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nun notgedrungen Produktionskürzungen an. "Südlich von Kaub droht jetzt ein komplettes Abschneiden der Transportwege und damit eine Zweiteilung des Rheins", sagte IW-Verkehrsexperte Thomas Puls der Rheinischen Post. "Da weder Straße noch Schiene in der Lage sind, die anfallenden Güter aufzunehmen, besteht die wahrscheinlichste Reaktion der Grundstoffindustrien in einer Produktionsreduktion", so Puls. Erste Einschränkungen meldet bereits der Chemiekonzern Covestro: "Aufgrund der akuten Niedrigwasserlage ist der Rohstoff- und Warenverkehr derzeit erheblich eingeschränkt", sagte ein Unternehmenssprecher. Dies wirke sich inzwischen auch auf die Rohstoffversorgung und die Produktion einzelner Betriebe sowie die Lieferung einzelner Produkte aus. Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB zieht am Donnerstag in den Kleinwerteindex SDAX ein. Das Familienunternehmen ersetzt dort den Stahlhändler Klöckner & Co. (KlöCo), der vor dem Abschied von der Börse steht, wie die Deutsche-Börse-Tochter STOXX mitteilte. Der US-Stahlkonzern Worthington Steel hatte sich im Frühjahr mit einem Übernahmeangebot knapp ​62 Prozent an KlöCo gesichert. Bis Mittwoch läuft noch ein Pflichtangebot, um KlöCo von der Börse nehmen zu können (Delisting). RTL hat die anhaltende TV-Werbeflaute auch im ersten Halbjahr zu spüren bekommen. Rückenwind kam dabei vom Streaming-Geschäft. Die Umsatzprognose für 2026 erhöhte der Medienkonzern wegen der im Juni abgeschlossenen Übernahme von Sky Deutschland zwar, die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis wurde aber trotz eines besseren Streaming-Geschäfts unverändert belassen. In den ersten sechs Monaten kletterte der Konzernumsatz um rund vier Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) indessen überproportional um fast die Hälfte auf 239 Millionen Euro.

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