DAX +0,57 % 25.505,39 Pkt 11:12:26 MDAX +1,42 % 32.418,47 Pkt 11:12:31 Euro Stoxx 50 +0,31 % 6.301,48 Pkt 11:12:30 Dow Jones +0,96 % 52.210,08 Pkt 22:52:48 S&P 500 +0,07 % 7.413,18 Pkt 22:52:41 Nasdaq -0,82 % 24.932,08 Pkt 23:15:59 Nikkei -3,95 % 62.364,92 Pkt 08:45:03 Gold -0,77 % 4.043,00 USD 11:17:18 Silber -1,29 % 57,72 USD 11:16:22 Brent -2,27 % 86,35 USD 11:15:43 WTI -2,00 % 80,96 USD 11:17:30 Bitcoin -0,52 % 63.392,98 USD 11:27:17 EUR/USD -0,22 % 1,13700 USD 11:27:22 EUR/GBP +0,19 % 0,85510 GBP 11:27:31 EUR/CHF +0,17 % 0,93170 CHF 11:27:30 EUR/JPY -0,12 % 186,210 JPY 11:27:31

Marktbericht: Kurssturz in Südkorea lässt Anleger kalt

Wirtschaft

Der DAX nähert sich weiter dem Rekordhoch von vor drei Wochen bei 25.900 Zählern. Zu Handelsbeginn startet er mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent auf 25.454 Punkten. Gestern war der deutsche Leitindex mit einem Plus von einem Prozent auf 25.361 Punkten aus dem Handel gegangen. "Entspannungssignale im Nahost-Konflikt, deutlich rückläufige Öl- und Gaspreise und ein damit einhergehendes Nachlassen der Konjunktur- und Inflationsängste sorgten für ein freundliches Börsenumfeld", schreiben die Marktbeobachter der Helaba in ihren Tageskommentar. Der Markt klammere sich derzeit an jedes Signal, das auf eine diplomatische Lösung zwischen Washington und Teheran hindeute, kommentiert Timo Emden von Emden Research. "Doch noch ist völlig offen, ob aus Hoffnung tatsächlich nachhaltige Entspannung wird. Die Märkte balancieren zwischen Friedenshoffnungen, KI-Zweifeln und geopolitischen Risiken. Die Friedenshoffnungen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lage im Nahen Osten fragil bleibt", warnt der Experte. Vor allem der sinkende Ölpreis weckte die Zuversicht der Investoren, denn der Preisverfall setzt sich heute fort. "Mit dem Rückgang des Ölpreises verlagert sich der Fokus der Märkte auf die US-Notenbank Fed und die anstehenden Zahlen großer Technologiekonzerne", sagte Daniela Hathorn, Analystin beim Online-Broker capital.com. "Entscheidend wird nun, ob die Inflation weiter nachlässt und die hohen KI-Investitionen sich in nachhaltige Erträge übersetzen lassen." In dieser Woche werden Schwergewichte wie Microsoft, Amazon, Meta und Apple ihre Quartalszahlen vorlegen. In der vergangenen Woche hatten hohe KI-Investitionen bei Tesla und der Google-Mutter Alphabet die Anleger ernüchtert. Gegenwind für die KI-Euphorie kommt aus Asien. In Südkorea stürzte der Leitindex Kospi um elf Prozent ab. Der Grund waren massive Kursverluste bei KI-Schwergewichten wie den Chipherstellern Samsung und SK Hynix. Die beiden Unternehmen machen mit ihrer Gewichtung mehr als die Hälfte des Kospi aus, und zogen deshalb den gesamten Markt tief ins Minus. Die Anleger dort beginnen, die wachsende Konkurrenz aus China zu fürchten. Denn eine erfolgreiche chinesische Produktion könnte Chinas Abhängigkeit von ausländischer Technik verringern. Außerdem würde sich der Wettbewerb mit Herstellern in Südkorea, Taiwan und den USA verschärfen. "Der erfolgreiche Börsengang von CXMT zeigt, dass die Konkurrenz nicht schläft", stellt Jochen Stanzl fest, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Die Chinesen zeigen, dass es günstiger und offener geht, und das legt den Finger in die Wunde. Anleger fürchten sich ohnehin schon davor, ob die Investitionsrenditen noch passen." Außerdem haben die Anleger schon den Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch im Blick. Händlern zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt bei 38 Prozent. "Die Finanzmärkte halten eine Zinserhöhung bereits im Juli für möglich, rechnen aber eher im September mit einem echten Kurswechsel. Dann liegen der Fed mehr verlässliche Wirtschaftsdaten vor", kommentiert Kevin Thozet, Marktexperte bei Carmignac. Am deutschen Aktienmarkt stehen die Quartalszahlen von Mercedes-Benz im Blickpunkt. Der Autobauer hat das operative Ergebnis gegenüber dem schwachen Vorjahreswert gesteigert. Von April bis Juni legte das Betriebsergebnis um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu, nach einem Einbruch um zwei Drittel vor Jahresfrist. Der Umsatz sank trotz eines erneuten Absatzeinbruchs in China nur leicht um 3,3 Prozent auf 32 Milliarden Euro. Der DAX-Konzern wolle im zweiten Halbjahr Kosten und Produktivität weiter verbessern, erklärte Konzernchef Ola Källenius. Die Aktie legt kräftig zu.

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