DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold -0,22 % 4.029,70 USD 23:22:10 Silber -0,62 % 54,01 USD 23:21:12 Brent -0,38 % 110,32 USD 23:21:30 WTI -0,35 % 101,40 USD 23:21:51 Bitcoin -0,26 % 79.814,51 USD 23:32:35 EUR/USD -0,39 % 1,11770 USD 23:31:43 EUR/GBP +0,05 % 0,83750 GBP 23:32:34 EUR/CHF +0,50 % 0,92460 CHF 23:32:35 EUR/JPY +0,24 % 176,020 JPY 23:32:36

Marktbericht: DAX startet dank KI durch

Technologie

So schnell kann es gehen an der Börse. Nachdem der DAX noch am Vortag bis nahe an die Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, markierte er heute im Verlauf bei 25.706 Zählern sein Tageshoch. Am Ende des Tages ging der deutsche Leitindex bei 25.645 Zählern um 1,4 Prozent höher aus dem Handel. Vage Hoffnungen auf eine Lösung im festgefahrenen Iran-Konflikt hatten den deutschen Leitindex bereits gestern im Verlauf beflügelt, nachdem das Tagestief zuvor bei 25.050 Punkte gelegen hatte.

Einmal mehr war es auch heute die scheinbar unendliche Erfolgsgeschichte rund um das Thema Künstliche Intelligenz, die den DAX antrieb. Hinzu kam, dass es zarte Anzeichen für eine geostrategische Entspannung gibt. Im Ukraine-Konflikt jedenfalls glühen derzeit die diplomatischen Drähte.

Elon Musk steht derweil mit seiner Weltraumfirma SpaceX im Fokus - denn SpaceX hat im vergangenen Quartal nach einer langen Durststrecke einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Auslöser waren vor allem kräftige Zuwächse im Geschäft mit Internet aus dem All sowie mit KI-Rechenzentren. Unter dem Strich verbuchte SpaceX schwarze Zahlen von 4,4 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz sprang von rund 5,58 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 14,58 Milliarden Dollar hoch.

Zudem deutete Musk eine Fusion des von ihm gegründeten E-Autobauers Tesla mit SpaceX an. Bereits in der Nacht hatten die asiatischen Märkte schon positiv reagiert - und auch an der Wall Street steigt die Technologiebörse Nasdaq. Auch die Papiere von Super Micro, einem Hersteller von KI-Servern, waren stark gefragt. Nach US-Börsenschluss werden an der Wall Street weitere Quartalsberichte von Tesla, IBM und Meta erwartet.

"Die Ergebnisse gelten als Stresstest für die globale KI-Fantasie und dürften die Frage beantworten, ob die Tech-Giganten der fragilen Erholung des DAX den nötigen Schwung verleihen können", sagt Frank Sohlleder von ActivTrades.

Gegen den Trend geben Netflix-Aktien in New York nach. Das Streaming-Portal hat das vergangene Quartal mit dem schwächsten Wachstum seit Jahren abgeschlossen. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar zu. Das war der niedrigste Zuwachs seit drei Jahren - der Wert entsprach allerdings den Erwartungen der Analysten.

Die Rendite zehnjähriger französischer Staatsanleihen hat heute im Handelsverlauf die Marke von fünf Prozent geknackt und damit den höchsten Stand seit 24 Jahren erreicht. Dies ist das jüngste Zeichen für die wachsende Sorge der Anleger über die Fähigkeit des Landes, seine angespannten Staatsfinanzen zu sanieren. In der Spitze kletterte die Rendite auf 5,002 Prozent, zuletzt stand sie wieder leicht darunter.

"Die Gemengelage in Frankreich ist extrem komplex und beunruhigend für Investoren", sagte der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, Cyrus de la Rubia, der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch die Ölpreise bleiben hoch bei rund 108 Dollar für ein Fass der Nordseesorte Brent. Die Sorgen um die Lage in Frankreich sowie die hohen Ölpreise wegen der Konflikte im Nahen Osten bleiben derzeit weiter die größten Sorgen der Investoren hierzulande.

Derweil gab es weitere Neuigkeiten aus dem Unternehmenssektor. Adidas überzeugte nach Eckdaten mit einer Erhöhung der Gewinnprognose nach einem Rekordquartal. Auch die Deutsche Börse ist im dritten Quartal dank guter Geschäfte mit ihren Produkten rund um den Finanzmarkt erneut zweistellig gewachsen.

Lange Gesichter gab es hingen beim Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC). Pläne der US-Regierung für eine Neuausrichtung bei der Versorgung von Nieren-Patienten brachten dessen Aktien ans DAX-Ende. Für den Bad Homburger Konzern sind die USA der mit Abstand wichtigste Markt. Nach Börsenschluss in den USA wird DAX-Schwergewicht SAP dann neue Zahlen vorlegen.

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