DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,25 % 77.393,80 USD 14:07:30 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:29 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:27:29 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:29:29 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:29:29

Marktbericht: DAX-Korrektur nach dem Rekord hält an

Wirtschaft

In den ersten Handelsminuten geht es für den DAX um 0,5 Prozent auf 26.131 Punkte abwärts. Am Montag war der deutsche Leitindex mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 26.258 Punkten in die Woche gestartet. Noch am Freitag war er auf ein Rekordhoch von 26.618 Zählern geklettert.

Nach der unbeschwerten Rekordjagd hole die geopolitische Realität den deutschen Leitindex zum Wochenstart ein, meint Frank Sohlleder, Analyst beim Broker ActivTrades.

Denn nach dem schwachen Wochenauftakt fällt der DAX weiter zurück - und jetzt beginnt der September. Er gilt statistisch betrachtet als einer der schwächsten Börsenmonate. Aber Anleger müssen nicht in die Statistik blicken, um nervös zu werden, ein Blick auf die Energiepreise genügt.

Der hohe Ölpreis ist derzeit ein wesentlicher Belastungsfaktor. Die Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und Iran schürt Sorgen vor Lieferunterbrechungen. Brent verteuert sich um 1,2 Prozent auf 91,58 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um bis zu 1,6 Prozent auf 87,09 Dollar.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag mit weiteren Angriffen auf Iran gedroht, nachdem es am Sonntag zum ersten direkten Schlagabtausch zwischen den beiden Ländern seit einem Monat gekommen war. "Dies rückt die Möglichkeit einer iranischen Vergeltung wieder in den Vordergrund", sagt KCM-Marktanalyst Tim Waterer. Damit erhöhe sich auch das Risiko von Schäden an der Energieinfrastruktur rund um den Persischen Golf.

"Die erneute Eskalation zwischen den USA und dem Iran lässt den Ölpreis weiter ansteigen", konstatierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. "Mit dem Ölpreis steigen Inflationssorgen und Zinsen."

Neben dem Ölmarkt stehen heute deshalb die Inflationsdaten aus der Eurozone im Blickpunkt. Zum Wochenstart wurden bereits die deutschen Verbraucherpreise veröffentlicht: Das Leben in Deutschland hat sich im August weiter verteuert. Die Verbraucherpreise lagen um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Ein wesentlicher Grund sind einmal mehr die gestiegenen Energiepreise, die sich natürlich auch auf die Teuerung in der Eurozone auswirken.

An den Finanzmärkten wird mit einer Leitzinserhöhung der EZB in der kommenden Woche gerechnet. Die Währungshüter könnten also im September ihren Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben, von 2,25 auf 2,50 Prozent.

Auch bei der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) steht die Zinspolitik unter Beobachtung. Seit entsprechenden Hinweisen von US-Notenbankchef Kevin Warsh gehen die Märkte ebenfalls von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus.

"Langsam setzt sich bei den Anlegern die Erkenntnis durch, dass bei der Zinsanpassung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wir sehen eine weltweite Anpassung des Zinsniveaus", erklärt Jochen Stanzl von der Consorsbank den jüngsten Abwärtsdruck an den Börsen.

Bei den Einzelunternehmen stehen zwei Technologiekonzerne im Fokus: Amazon und Apple. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehrere Bundesstaaten verklagen Amazon. Dem Internet-Riesen wird vorgeworfen, Werbeplätze künstlich verteuert zu haben - die höheren Kosten seien zu einem großen Teil an die Verbraucher weitergegeben worden. Amazon soll auf diese Weise zweistellige Milliardenbeträge verdient haben.

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