DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,81 % 4.071,30 USD 00:37:47 Silber +0,68 % 54,48 USD 00:38:10 Brent -5,36 % 109,60 USD 00:35:37 WTI -1,66 % 100,07 USD 00:38:05 Bitcoin +1,10 % 80.886,43 USD 00:48:08 EUR/USD -0,78 % 1,11310 USD 00:47:46 EUR/GBP -0,27 % 0,83620 GBP 00:48:12 EUR/CHF -0,18 % 0,92240 CHF 00:48:12 EUR/JPY -0,05 % 175,826 JPY 00:48:12

Marktbericht: KI sorgt für Rückenwind bei Tech-Werten

Technologie

Der DAX hat heute zu Handelsbeginn zugelegt. Kurz nach Start standen 25.504 Punkte auf der Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal - ein Plus von 0,4 Prozent.

Für Kauflaune sorgt der Optimismus in der KI-getriebenen weltweiten Technologiebranche. Experten sehen Aussagen von US-Präsident Donald Trump als Auslöser. Der sprach sich am Abend nach einem Treffen mit führenden Vertretern der US-Tech-Branche im Weißen Haus gegen die Idee einer weltweiten Regulierung von Künstlicher Intelligenz aus.

"Trump hat ein unmittelbares Risiko für KI-Investments entschärft", schrieb Marktexperte Stephen Innes und verwies darauf, dass der US-Präsident mit seinen Äußerungen der KI Spielraum lasse: "Für Investoren war die Botschaft ziemlich eindeutig: Washington hat nicht vor, einen Regulierungs-Laster quer auf die KI-Autobahn zu stellen, gerade während die Branche kräftig aufs Gaspedal tritt."

Trump will dagegen auf Selbstkontrolle setzen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bei dem Treffen unterzeichnet. Meta-Chef Mark Zuckerberg sagte, die Unternehmen hätten sich auf die Entwicklung "robuster interner Kontrollen" für ihre KI-Systeme geeinigt. Prüfer würden diese Verfahren kontrollieren und den Vorständen der Unternehmen Bericht erstatten.

Außerdem soll die US-Regierung die Einrichtung eines Gremiums aus etwa zehn Personen erwägen, das die KI-Branche überwachen soll. Trump bezeichnete das Dokument als "moralisch bindend" und als eine Art "Verfassung".

Aufgrund sich mehrender KI-Sicherheitsvorfälle und Warnungen durch die KI-Bosse waren die Rufe nach einer möglichst internationalen Regulierung der Branche lauter geworden. Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat aktuell wegen Sicherheitsbedenken die Veröffentlichung eines neuen KI-Modells gestrichen.

Die aus Anlegersicht gute Nachricht, dass eine allzu strenge KI-Regulierung zunächst abgewendet scheint, erhöhte die Kauflaune unter anderem auch in Japan. Allen voran die Gewinne von Softbank trieben den japanischen Leitindex Nikkei fast zwei Prozent in die Höhe. Er schloss bei 66.754 Punkten.

Der südkoreanische Kospi gab hingegen mit minus 0,5 Prozent leicht nach. Auch die chinesischen Börsen präsentierten sich eher verhalten. Der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong stieg um 0,2 Prozent, der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen kletterte um 0,5 Prozent.

Mit großem Interesse dürften Investoren und Investorinnen an den Finanzmärkten auch heute darauf schauen, wie sich die Inflation entwickelt hat. Das Statistische Bundesamt legt am Nachmittag eine erste Schätzung der Teuerungsrate für September vor. Experten rechnen damit, dass die Inflationsrate erstmals seit knapp drei Jahren auf über drei Prozent gestiegen sein könnte. Als Folge des Iran-Kriegs und hoher Energiepreise.

Auch in den USA sind für heute Inflationsdaten, genauer der so genannte PCE-Preisindex, angekündigt. PCE steht für Personal Consumption Expenditures. Der Preisindex ist ein vom US-Bureau of Economic Analysis veröffentlichter Inflationsindikator, der die durchschnittliche Preisveränderung aller von oder für US-Verbraucher getätigten Käufe misst. Experten gehen davon aus, dass der PCE-Index erneut hartnäckige Preissteigerungen in der US-Wirtschaft zeigen könnte.

Bei steigender Inflation könnten sich Notenbanken gezwungen sehen, die Leitzinsen weiter zu erhöhen. Das würde riskantere Anlageformen wie Aktien gegenüber Anleihen unattraktiver machen.

Neben Inflationssorgen bleiben bleiben die ungelösten Konflikte in Nahost, hohe Ölpreise und die zinsbedingten Verwerfungen an den Anleihemärkten ein Bremsklotz für die Aktienmärkte.

Bei den Einzelwerten war die Commerzbank-Aktie mit einem Minus von fast zweieinhalb Prozent schwächste Wert im DAX. Händlern zufolge macht dem Geldhaus die Herabstufung der Aktie durch die Deutsche Bank zu schaffen. Die hatte den Titel auf "Hold" gesetzt, von zuvor "Buy".

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