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Märkte übernehmen als geplant – 1100 Arbeitsplätze gefährdet

Wirtschaft

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Der Lebensmittelhändler Edeka darf voraussichtlich nicht so viele Filialen der Supermarktkette Tegut übernehmen wie geplant. Nach vorläufiger Einschätzung des Bundeskartellamts könnte der Wettbewerb beeinträchtigt werden, weil Edeka in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung bekäme. Das teilte ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage mit.

Migros hatte im März angekündigt, Tegut verkaufen zu wollen. Auch die Marke soll aufgegeben werden. Rund 200 Supermärkte der Kette will Edeka übernehmen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

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Bei 38 der Filialen hat die Behörde allerdings Bedenken, dass der Marktanteil von Edeka dort nach einem Erwerb zu hoch wäre. Die Übernahme könne deshalb nicht in der geplanten Form genehmigt werden, sagte der Kartellamtssprecher.

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Edeka wurde dies in einem vorläufigen Entscheidungsentwurf mitgeteilt. Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet. Das Unternehmen teilte dazu lediglich mit: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht äußern können, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.“

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Frist für Prüfverfahren verlängert

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bietet Edeka nun an, auf den Kauf von 9 der 38 umstrittenen Standorte zu verzichten. Das Kartellamt verlängerte daraufhin die Frist für das Hauptprüfverfahren um einen Monat auf den 23. September.

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Sollten 38 Tegut-Supermärkte aus dem Paket herausfallen, wären laut Unternehmenskreisen etwa 1100 Arbeitsplätze gefährdet. Die meisten der betreffenden Filialen liegen in Hessen und Bayern. Zum anvisierten Übernahmepaket von Edeka gehören auch das Tegut-Logistikzentrum, die Bäckerei Herzberger sowie die rund 40 personallosen „Teo“-Minimärkte.

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Auch andere deutsche Handelsketten haben einen Blick auf Tegut geworfen. Die Rewe-Gruppe möchte bis zu 40 Filialen übernehmen. Das Prüfverfahren dauert noch an. Die Smart-Store-Kette Tante Enso erhielt im Juni bereits die Freigabe für 36 Supermärkte.

Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und gehört seit 2013 zur Schweizer Migros-Gruppe. Die Kette ist in sechs Bundesländern vertreten, die meisten Märkte befinden sich in Hessen.

dpa/doli

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