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Markus Babbel ätzt über Vergabe von Ballon d'Or: "Größter Clowns

Sport

Markus Babbel ätzt über Vergabe von Ballon d'Or: "Größter Clowns-Wettbewerb" - Harry Kane trotzdem der Favorit

Von Henri Lohr

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Markus Babbel hält nicht viel vom Ballon d'Or beziehungsweise dessen Vergabe. Bei der prestigeträchtigen Auszeichnung des besten Fußballers der vergangenen Saison handele es sich um den "größten Clowns-Wettbewerb, den es auf der Welt gibt", echauffierte sich der Europameister von 1996 im Gespräch mit "ran". Nichtsdestotrotz hat der 54-Jährige einen persönlichen Favoriten auf den Titel im Kopf.

"Also ich würde grundsätzlich so eine persönliche Wahl in einem Mannschaftssport wie Fußball abschaffen", begann Markus Babbel seine Wutrede über den Ballon d'Or bei "ran". Der ehemalige Profi und Trainer von unter anderem den Bundesligisten VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim ist kein Fan der Auszeichnung.

Mit dem Ballon d'Or wird jedes Jahr im Herbst der beste Fußballer der vergangenen Saison ausgezeichnet. Insbesondere die individuelle Leistung wird honoriert.

In den vergangenen Jahren ging die Trophäe jedoch oftmals an Spieler, die auf Vereins- oder Nationalmannschaftsebene mindestens einen großen Titel wie beispielsweise die Champions League oder die Europameisterschaft gewinnen konnten.

So wurde 2025 Königsklassen-Sieger Ousmane Dembélé von Paris Saint-Germain ausgezeichnet, 2024 ging der Ballon d'Or an den Spanier Rodri, der damals noch bei Manchester City spielte und mit Spanien die EM für sich entschied.

Babbel: "Lache mich jedes Mal kaputt"

Daher sei der Wettbewerb "der größte Clowns-Wettbewerb, den es auf der Welt gibt", erklärte Babbel. "Ich lache mich jedes Mal kaputt, wie dann die Leute oder zum Teil ganze Vereine beleidigt sind, wenn ihre Spieler nicht gewählt werden. Das finde ich lächerlich", fügte er an.

Hintergrund: Delegierte von Real Madrid waren den Veranstaltungen der vergangenen zwei Jahre ferngeblieben, nachdem sich abzeichnete, dass keiner ihrer Spieler die Auszeichnung erhalten würde. 2026 wollen die Königlichen ihren Boykott wohl aber beenden und doch wieder bei der Preisverleihung anwesend sein.

Kane als Favorit auf den Titel?

Und das, obwohl auch in diesem Jahr der Gewinner nicht bei Real unter Vertrag stehen könnte - zumindest in Babbels Augen: "Wenn es wirklich um Leistung geht, dann war Harry Kane sicher der auffälligste Spieler in den Topligen", erklärte er.

Kane ballerte seinen FC Bayern in der vergangenen Bundesliga-Saison mit 36 Treffern in 31 Partien nach einem Jahr Abstinenz wieder zur Meisterschaft, in der Champions League sorgte er mit 14 Toren aus 13 Spielen fast im Alleingang für den Marsch des FCB bis ins Halbfinale und auch im DFB-Pokal traf er in nur sechs Spielen zehn Mal.

So bereitete Kane beispielsweise den Ausgleich durch Alphonso Davies vor (35.), dazu sorgte er per verwandeltem Handelfmeter für die zwischenzeitliche Führung der Münchner (61.).

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