Markus Babbel hält Ballon dOr für größten Clownswettbewerb
Markus Babbel ist kein Freund des Ballon d’Or. Der ehemalige Fußballnationalspieler sagte bei »ran« über die Auszeichnung: »Also ich würde grundsätzlich so eine persönliche Wahl in einem Mannschaftssport wie Fußball abschaffen.« Für Babbel ist es »der größte Clownswettbewerb, den es auf der Welt gibt. Ich lache mich jedes Mal kaputt, wie dann die Leute oder zum Teil ganze Vereine beleidigt sind, wenn ihre Spieler nicht gewählt werden. Das finde ich lächerlich.«
Der Ballon d’Or wird am Montag (21 Uhr) in London vom französischen Fußballmagazin »France Football« in Zusammenarbeit mit der Europäischen Fußball-Union Uefa vergeben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kontroversen um die Verleihung gegeben. So war etwa in den vergangenen zwei Jahren der spanische Spitzenclub Real Madrid der Veranstaltung ferngeblieben – aus Protest, nachdem Real-Angreifer Vinícius Júnior 2024 bei der Wahl nur den zweiten Platz belegt hatte.
Bei den Männern stimmt jeweils ein Sportjournalist aus den Top-100-Nationen ab, bei den Frauen aus den Top 50. Jeder Juror wählt aus den besten 30 Spielern 10 Akteure aus und vergibt je nach Platzierung zwischen 15 Punkten und 1 Punkt. In diesem Jahr gelten Harry Kane (Bayern München), Lamine Yamal (FC Barcelona) und Kylian Mbappé (Real Madrid) bei den Buchmachern als Favoriten. In der Hoffnung auf einen Mbappé-Erfolg hat sich diesmal auch wieder eine Delegation aus Madrid angekündigt.