Markus Söder gegen Erdogan - Das Rennen um Olympia 2036
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„Ich habe schon viele Höllenritte hinter mir. Dann schaffen wir den auch noch.“ Diese Sätze hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59) im BILD-Interview gesagt, bevor er am Montag auf dem Oktoberfest in die Olympia-Achterbahn stieg. Nach der Fahrt zusammen mit Oberbürgermeister Dominik Krause (36/Grüne) legte er nach: „Also wenn es dann richtig klappt, dann müssen wir fünfmal fahren oder möglicherweise ein Olympia-Tattoo machen.“
Der politische Höllenritt, der jetzt vor ihm liegt, dürfte noch größer werden. Denn nach dem Sieg bei der DOSB-Abstimmung beginnt für München erst das eigentliche Olympia-Rennen. Und der schärfste Rivale heißt derzeit Istanbul .
Die türkische 16-Millionen-Metropole ist neben München die einzige europäische Bewerbung, die bereits im offiziellen Dialog mit dem IOC steht. Viele andere Olympia-Träume auf dem Kontinent existieren bislang nur als Absichtserklärungen. Dort wird die Zeit knapp: London, Budapest und Madrid haben noch wenige Monate, dem IOC ein fertiges Konzept vorzulegen.
International befindet sich München jetzt auf Augenhöhe mit Istanbul, Katar, Indien sowie den totalen Außenseitern Chile und Indonesien. Doch wie gefährlich ist die Bewerbung von Präsident Recep Tayyip Erdogan (72)?
Der Blick in die Olympia -Geschichte spricht gegen die Türken. Seit dem Jahr 2000 scheiterte Istanbul bereits fünfmal mit Bewerbungen um die Sommerspiele. Viermal war die Stadt chancenlos (2000, 2004, 2008, 2012). Nur im Rennen um die Spiele 2020 schaffte es Istanbul bis ins Finale gegen Tokio und war dem Traum von Olympia so nah wie nie zuvor. Unterm Strich muss Istanbul für München ein machbarer Gegner sein.