Marleen Lohse räumt mit Gerüchten über ihr Privatleben auf
Schauspielerin Marleen Lohse wird immer wieder auf ihren angeblich schwedischen Ehemann angesprochen – und auf ihre Eltern, die angeblich Friseure seien. Im Interview stellt die 42-Jährige beides richtig.
Seit mehr als einem Jahrzehnt verkörpert Marleen Lohse die Figur Jule Christiansen in der ARD-Krimireihe "Nord bei Nordwest". Über ihr Privatleben hält sich die 42-Jährige weitgehend bedeckt – was offenbar dazu geführt hat, dass sich einige falsche Annahmen über sie verfestigt haben. Im Gespräch mit "t-online" stellte Lohse nun zwei dieser Gerüchte richtig.
"Es kommt immer noch vor, dass ich auf meinen angeblich schwedischen Mann angesprochen werde. Ich weiß gar nicht, wie das entstanden ist", sagte die Schauspielerin. Tatsächlich heiratete sie 2021 Max Montgomery, der mit seiner Familie fließend Schwedisch spricht. Lohse selbst tue sich mit der Sprache jedoch schwer. Ihr Sohn lerne Schwedisch, und sie versuche, gemeinsam mit ihm Fortschritte zu machen.
Hinzu kommt ein Sommerhaus in Schweden, das die Familie regelmäßig nutzt. "Aus dem Sommer in Schweden nehmen wir erst einmal ganz praktisch mehrere Kilo Blaubeeren und Pfifferlinge mit." Daneben bringe der Aufenthalt vor allem Entschleunigung: "Ich habe das Gefühl, aus Schweden komme ich immer zurück wie frisches Moos, das sich mit Tau vollgesogen hat."
Auch die angebliche Friseur-Familie ist ein Irrtum
Ein weiteres hartnäckiges Missverständnis betrifft ihre Herkunft. In diversen Porträts werde behauptet, Lohse stamme aus einer Friseurfamilie. "Meine Eltern sind keine Friseure. Sie hatten nur einen Friseursalon. Sie haben nie selbst Haare geschnitten", stellte die Schauspielerin klar.
Aktuell ist Lohse in dem NDR-Thriller "Frau ohne Namen" zu sehen, den das Erste ausstrahlte und der in der Mediathek zu sehen ist. Darin verkörpert sie Dr. Marlene Nielsen, eine Psychologin mit Spezialisierung auf sogenannte Mikroexpressionen – winzige Gesichtsregungen, die nur Sekundenbruchteile andauern und verborgene Emotionen offenbaren können.
Die Hamburger Polizei zieht Nielsen hinzu, als eine Frau nach einer scheinbaren Notwehrtat jede Aussage verweigert und ihre Identität im Dunkeln bleibt. Die Psychologin entdeckt in der Mimik der Verdächtigen Hinweise auf ein tieferliegendes Geheimnis – und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.
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Als Kind haderte Lohse mit ihren roten Haaren
Vor der Kamera stand die gebürtige Kielerin bereits in jungen Jahren: Von 1998 bis 2004 spielte sie in der NDR-Kinderserie "Die Kinder vom Alstertal" die rothaarige Julia Clement. Die auffällige Haarfarbe sei damals allerdings eine Belastung gewesen. "Alles, was ein bisschen anders war und dafür gesorgt hat, dass man sich nicht zugehörig fühlte, war damals ein großes Thema für mich", erinnerte sich Lohse. Man habe ihr Spitznamen gegeben, und sie sei sehr sensibel gewesen.
Inzwischen ist die Schauspielerin Mutter eines vierjährigen Sohnes. Nach der Geburt habe sie kurzzeitig Sorgen gehabt, wie es beruflich weitergehen würde. "Aber ich habe noch nie so viel gearbeitet wie danach. Das waren sehr glückliche Umstände", räumte sie ein. Neben der Schauspielerei arbeitet Lohse als Sprecherin und Musikerin – 2025 erschien ihr erstes Soloalbum "Wide Awake". (red)