Mars-Rover entdeckt wabenartige Muster: „Raubte uns Atem“
2012 ist der Curiosity-Rover der NASA auf dem Mars gelandet. Seitdem erforscht er unseren Nachbarn im Weltall und sendet dabei mitunter einige Überraschungen an die Wissenschaftler auf der Erde. Mars: Rover zeigt Polygone, so weit das Auge reicht Die neueste Kuriosität stammt aus einem marsianischen Tal mit dem Spitznamen „Valle Grande“. Vor Kurzem durch den Rover aufgenommene Bilder zeigen wabenartige Texturen, sogenannte polygonale Brüche, die jeweils etwa 4 bis 8 Zentimeter breit sind. Die Mission hat zuvor schon mehrmals kleine Flecken dieser geometrischen Formen auf dem Mars entdeckt, aber noch nie in solch einem Maßstab, wie die NASA mitteilt. Auf einem 360-Grad-Panorama, das der Rover am 19. und 20. Juni aufnahm, erstrecken sich die polygonalen Strukturen in alle Richtungen, so weit das Auge des Rovers reicht. „Dieses Meer aus Polygonen raubte uns den Atem“, sagte Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. Die Forschenden haben nun ihre Form und chemische Zusammensetzung genau analysiert und hoffen so, in den Daten Hinweise auf die Entstehung dieser Strukturen zu finden. Frage nach der Entstehung der Strukturen Einige der Polygone, die die Mission in der Vergangenheit entdeckt hat, entstanden als Trockenrisse im Schlamm. Jedoch merkt die NASA an, dass verschiedene Prozesse die wabenartigen Strukturen auf dem Mars herbeiführen können. So könnten diese auch durch Temperaturwechsel oder Kompression, bei der Wasser aus dem Sediment gepresst wird, entstehen. ANZEIGE ANZEIGE Die Muster dürften dabei nicht die letzte ungewöhnliche Entdeckung von Curiosity auf dem Mars bleiben. In der Vergangenheit hat der Rover der Wissenschaft bereits treue Dienste erwiesen: „Diese neu entdeckten Polygone zählen zu den vielen Überraschungen, auf die Curiosity seit seiner Landung auf dem Mars am 5. August 2012 gestoßen ist.“ Neben Schwefelkristallen, Meteoriten und anderen geologischen Besonderheiten hat der Rover auch bereits wichtige Entdeckungen über die frühere Umwelt des Mars zutage gefördert. Daraus konnte unter anderem nachgewiesen werden, dass es auf dem Planeten einst Wasser, chemische Verbindungen und Nährstoffe gab, die mikrobielles Leben ermöglicht hätten. Von Véronique Fritsche