Märtens führt deutsche Staffel zu EM-Bronze
Ein fantastisches Staffel-Rennen bringt Deutschland die erste Medaille. Das sollte Vorbildwirkung für die weiteren Wettbewerbe haben. Lukas Märtens hat in seinem ersten Becken-Finale der Schwimm-Europameisterschaften in Paris gleich die erste Medaille geholt und die deutsche 4x200-Meter-Freistilstaffel zu Bronze geführt. Der 400-Meter-Olympiasieger erreichte mit seinen Teamkollegen Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn eine Zeit von 7:02,28 Minuten. Damit verbesserten sie den deutschen Rekord von 2009 um knapp eine Sekunde. Nur die favorisierten Briten (7:01,52) und Franzosen (7:02,23) waren unwesentlich schneller als das DSV-Quartett. Am Vormittag hatten die Deutschen, angeführt von einem schon da überragenden Startschwimmer Märtens, in 7:04,83 die Bestzeit vor Großbritannien und Litauen vorgelegt. "Wir müssen natürlich ruhig bleiben, weil es war schon eine sehr schnelle Zeit für einen Morgen. Da ist bei allen, glaube ich, nicht mehr so viel drin. Aber ich denke, wir können heute nochmal alle über uns hinauswachsen", hatte Märtens nach dem Vorlauf gesagt. Im Endlauf war sogar noch mehr möglich. Vor allem Bäschnitt und Jahn zeigten starke Leistungen, die man so nicht erwartet hatte. Armbruster im Schmetterling-Finale Luca Armbruster hat bei der Schwimm-EM seinen deutschen Rekord verbessert und sich für das Finale über 50 m Schmetterling qualifiziert. Der 24-Jährige schlug im Halbfinale am Montagabend nach 22,71 Sekunden an und unterbot damit seine Bestmarke von 22,84 Sekunden aus dem vergangenen Jahr um mehr als eine Zehntelsekunde. "Ich bin super happy, es ist besser gelaufen, als ich es erwartet hatte", sagte Armbruster, der als insgesamt Fünfter in das Finale am Dienstag (18.37 Uhr/ZDF-Livestream) einzog, in der ARD. Er versuche nun "einfach die Spannung und die Stimmung mitzunehmen - mal schauen, was geht." Empfehlungen der Redaktion Deutsche Freiwasserstaffel holt Gold bei Schwimm-EM Deutscher überrascht mit EM-Silber über 5.000 Meter Kugelstoß-Olympiasiegerin holt erste Medaille für Deutschland Auch die WM-Achte Lise Seidel erreichte den Endlauf über 200 m Rücken. Die 19-Jährige aus Chemnitz schwamm am Montag im Centre Aquatique Olympique am Stade de France in 2:09,43 Minuten die fünftbeste Zeit im Halbfinale. Um Edelmetall geht es am Dienstag (18.30 Uhr/ZDF), im Vorlauf war sie bereits Zweitschnellste gewesen. (dpa/sid/bearbeitet von fra)