Marvel’s Wolverine: „Verdächtiges“ Detail geht viral - Insomniac reagiert auf KI-Vorwürfe
Schon vor dem offiziellen Verkaufsstart in der vergangenen Woche stand „Marvel’s Wolverine“ unter Dauerspannung: Mit einem Metascore von 77 Punkten löste das neueste Werk von Insomniac Games reichlich Diskussionen aus, da vor allem das für viele Spieler altbackene, lineare Missionsdesign und das ausgeprägte Handholding kritisiert werden.
Und nun entbrannte bereits die nächste Debatte. Auslöser war ein „verdächtig“ wirkendes Detail, das zur Annahme führte, die Entwickler hätten für die Erstellung ihrer Assets auf generative KI zurückgegriffen. Doch die Aufregung war umsonst, wie Insomniac mittlerweile klarstellte.
AI-Slop im 300-Millionen-Dollar-Spiel?
Was war passiert? Wie Kotaku berichtet, war es ein Video des TikTokers SmoothMango, das innerhalb kürzester Zeit über 700.000 Aufrufe generierte. Darin präsentierte er zwei Toilettenschilder im Spiel, die völlig deformiert wirkten: Mehrere Strichmännchen schienen ineinander zu verlaufen, Kanten wirkten unsauber und zusammengeschmolzen.
„Leute, das sieht KI-generiert aus. Ich versuche, mir einen Weg zu überlegen, das zu beschreiben, der nicht ‚KI-Generierung‘ ist, denn es gibt keine Chance, dass das eine Toilette für Mutanten ist. Das sieht extrem verdächtig aus“, machte der Content Creator seiner Verwunderung Luft.
Somit schien der Fall für viele direkt klar zu sein: Das sieht nach typischem „AI Slop“ aus, sodass Insomniac die umstrittene Technik für „Marvel’s Wolverine“ genutzt haben muss.
Schließlich griff auch der X-Account Rock Solid die Screenshots auf und feuerte die Spekulationen weiter an: „Ich möchte niemanden beschuldigen, aber hat Insomniac wirklich KI in ihrem 300-Millionen-Dollar-Wolverine-Spiel verwendet???“ Ein Beitrag, der ebenfalls eine gewaltige Reichweite entwickelte und mittlerweile über 780.000 Mal aufgerufen wurde.
Insomniac schafft Klarheit
Grund genug für Insomniac, einzuschreiten und den Vorfall aufzuklären. So schaltete sich Community- und Marketing-Director James Stevenson persönlich in die Diskussionen auf X ein und stellte klar: „Nein. Das ist ein UV-Map-Bug und wir haben einen Fix in Arbeit. Es gibt keine KI-generierten Assets in Marvel’s Wolverine.“
Somit hat Insomniac keine KI verwendet. Stattdessen handelt es sich schlichtweg um ein technisches Missgeschick, das entsteht, wenn mehrere Texturschichten ungewollt übereinanderlappen. Dadurch kommt es zu Verschiebungen und Verzerrungen, die wie die typischen KI-Fehler aussehen.
Derweil weisen auch die Kollegen von Kotaku darauf hin, dass es für ein Studio wie Insomniac, das nach mehreren „Spider-Man“-Spielen wohl über mehr als genügend Assets verfügen sollte, völlig unlogisch wäre, für ein solches Schild auf KI zu setzen. Vielmehr zeigt der Vorfall einmal mehr, wie extrem „Marvel’s Wolverine“ derzeit von der Community seziert wird, um krampfhaft nach Schwachstellen zu suchen.
Unterdessen hat Insomniac bereits einen weiteren Hotfix für „Marvel’s Wolverine“ veröffentlicht, der sich Logans kritisierten Mutantensinnen annimmt und die spöttisch als „Furzgas“ bezeichnete Führungslinie abschwächt. Mit einer der nächsten Aktualisierungen dürften dann auch die merkwürdigen Toilettenschilder der Vergangenheit angehören.
„Marve’s Wolverine“ ist seit dem 15. September 2026 exklusiv für die PS5 erhältlich.