Maschinenbauer macht nach Pleite für immer dicht
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Radolfzell am Bodensee – Die Hoffnung auf eine Rettung hat sich zerschlagen. Ein Investor wurde nicht gefunden. Jetzt ist das Aus des Maschinenbauers aus Radolfzell am Bodensee besiegelt: Die Produktion wird eingestellt, den 150 Mitarbeitern wurde bereits gekündigt. Betroffen ist die Engmatec GmbH aus dem Kreis Konstanz ( Baden-Württemberg ). Dabei hatte es zunächst noch nach einem anderen Weg aus der Krise ausgesehen. Der 1994 gegründete Maschinenbauer hatte im März beim zuständigen Amtsgericht Konstanz ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Jochen Sedlitz von der Kanzlei Grub Brugger bestellt. Für die geplante Sanierung holte sich die Firma Unterstützung von Rechtsanwalt Marc-Philippe Hornung von der Kanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz. Das Gericht bestellte ihn zum weiteren Geschäftsführer. Gemeinsam mit den anderen Chefs sollte er den Betrieb durch das Verfahren führen und neu aufstellen. Doch der Rettungsversuch nach der Insolvenz blieb ohne Erfolg. Wie die Firma in die Insolvenz rutschte Als Grund für die wirtschaftlichen Probleme nannte SZA bereits im Frühjahr die „seit 2025 anhaltend angespannte konjunkturelle Lage“: Kunden hätten ihre Aufträge reduziert, verschoben oder sogar storniert. Der internationale Preiswettbewerb habe sich zudem deutlich verschärft. Auf BILD-Anfrage erklärt Thomas Feld, Sprecher der Eigenverwaltung: „Bis zuletzt wurden alle Möglichkeiten für eine Fortführung der Engmatec GmbH geprüft. Trotz intensiver Bemühungen und eines umfassenden Investorenprozesses konnte jedoch kein Investor für das Unternehmen gefunden werden. Diese Entwicklung bedauern wir sehr.“ Wann die Produktion eingestellt wird Die Belegschaft erhielt schon in der vergangenen Woche ihre Kündigung . Feld: „Mit dem Betriebsrat wurden vorher ein Interessenausgleich und ein Insolvenzsozialplan abgeschlossen.“ Bestehende Kundenaufträge sollen aber noch wie vereinbart erfüllt werden. Der Firmensprecher weiter: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies mit dem weiter sehr motivierten Engmatec-Team gelingen wird.“ Den Mitarbeitern soll geholfen werden, neue Jobs zu finden.