Maschinenbauer mit mehr als 50-jähriger Geschichte
Startseite Wirtschaft Insolvenz trifft nächstes deutsches Unternehmen: Maschinenbauer mit mehr als 50-jähriger Geschichte am Ende Von: Fabian Hartmann Uns auf Google folgen In wirtschaftlich schwierigen Zeiten treten in Deutschland immer neue Insolvenzen zutage. Nun trifft es einen international tätigen Maschinenbauer. Quickborn – Während die Wirtschaft hierzulande weiter hinkt und Konjunkturprognosen verhalten bleiben, bekommen immer mehr Unternehmen die Auswirkungen dessen in direkter Weise zu spüren. Der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Creditreform zufolge mussten in der ersten Jahreshälfte 2026 insgesamt 12.900 Unternehmen Insolvenz anmelden: Damit pendelten sich die Insolvenzen in Deutschland auf einen Höchststand seit 2013 ein. Und täglich gibt es neue Insolvenzen im Bundesgebiet zu vermelden. So nun auch im Falle eines norddeutschen Maschinenbauers, dessen Firmengeschichte Jahrzehnte zurückreicht. Maschinenbauer SMB International muss Insolvenz beantragen Liquiditätsprobleme infolge unrentabel gewordener Großprojekte brachten den Maschinenbauer SMB International in finanzielle Bredouille. Nun sahen sich die Verantwortlichen des Unternehmens aus Quickborn im Kreis Pinneberg zu einer Reaktion gezwungen: Sie beantragten ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, wie das Hamburger Abendblatt und das Online-Branchenportal Logistik Heute übereinstimmend berichteten. Die Insolvenz zwingt die SMB International-Führungsriege zur Suche nach einem neuen Investor. Zunächst muss das seitens des Amtsgerichts Pinneberg allerdings noch final über die Eröffnung des Insolvenzverfahren im Eigenantrag entschieden werden. Löhne und Gehälter der rund 160 SMB-Angestellten sind bis September gesichert Die unrentablen Großprojekte – drei an der Zahl – hätten im Zusammenspiel mit veränderten Marktbedingungen und anhaltenden Lieferengpässen zum finalen Schritt des Insolvenzantrags geführt, hieß es weiter. Seit der Firmengründung im Jahr 1973 ist SMB International auf die Entwicklung und Produktion von Abfüllanlagen, automatisierten Lager- und Fördersystemen für verschiedene Industriezweige spezialisiert. Eigenangaben zufolge beschäftigt das Quickborner Unternehmen knapp 160 Mitarbeiter. Sie seien bereits über den Insolvenzantrag informiert worden, teilte das Unternehmen mit. Die Löhne und Gehälter seien bis einschließlich September durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Zum Einsatz kommen die Industrieanlagen von SMB International auf dem ganzen Globus. Sollte das Amtsgericht den SMB Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung absegnen, bliebe die Geschäftsführung im Amt und würde den Geschäftsbetrieb unter gerichtlicher Aufsicht fortführen. Unterstützt werden sollen die SMB-Verantworlichen dabei von den Sanierungsexperten Katharina Hansen und Dr. Matthias Wolgast, beide tätig bei der Hamburger Kanzlei Münzel & Böhm. Die Investorensuche dagegen soll SMB-Angaben zufolge noch in der anhaltenden Woche beginnen. (Quellen: INSM, Creditreform, Hamburger Abendblatt, Logistik Online)