Massenschlägerei bei Schalke gegen Real Madrid: Polizei setzt Schlagstöcke ein
KI-Stimme. Info Während sich in der Veltins Arena anlässlich der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Stadions die Stars von Real Madrid und Schalke 04 packende Zweikämpfe lieferten, ist es vor dem Stadion zu einer Massenschlägerei gekommen. Nach WAZ-Informationen sind auf Höhe der Tausend-Freunde-Mauer vor der Arena eine größere Gruppe und das Sicherheitspersonal der Firma Stölting aneinandergeraten. Was der Grund für die handfeste Auseinandersetzung war, konnten am Montag auf Nachfrage weder der FC Schalke 04 noch die Polizei beantworten. Beide verwiesen auf die Ermittlungen, die inzwischen aufgenommen wurden. Dafür werden auch die Aufnahmen der Sicherheitskameras rund ums Stadion am Berger Feld ausgewertet, heißt es. Massenschlägerei bei Schalke-Testspiel: Polizei greift mit Schlagstöcken ein Klar ist, dass die alarmierten Polizeikräfte, die während des Testspiels rund um die ausverkaufte Veltins Arena positioniert waren, selbst noch Zeugen der Massenschlägerei wurden und mit Schlagstöcken eingreifen mussten, um den Gewaltausbruch zu beenden. Anschließend gelang den allermeisten Beteiligten allerdings die Flucht, sodass die Polizei nur die Personalien eines 42-jährigen Gladbeckers aufnehmen konnte, gegen den nun wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruchs ermittelt wird, wie eine Polizeisprecherin berichtete. Lesen Sie auch Obwohl Augenzeugen am Sonntag davon berichteten, dass einige Sicherheitskräfte bei der Schlägerei zu Boden gegangen waren, habe es keine Verletzten gegeben, heißt es von Schalke und der Polizei. Der Einsatz eines Rettungswagens sei jedenfalls nicht nötig gewesen. Im Umfeld des Stadions machte nach der 0:3-Niederlage der Schalker das Gerücht die Runde, dass es sich bei der Gruppe, die sich die Auseinandersetzung mit dem Sicherheitspersonal lieferte, um Mitglieder bekannter Großfamilien aus dem Ruhrgebiet handele. Bestätigen konnte das die Polizei auf WAZ-Nachfrage bisher nicht. Real-Fans erschleichen sich Zugang zum Medienbereich Die Schlägerei vor dem Stadion war dabei nicht der einzige sicherheitsrelevante Vorfall im Rahmen des Madrid-Spiels. Neben einem Flitzer, der es nach Abpfiff kurzzeitig geschafft hatte, auf den Rasen zu gelangen, waren drei Fans von Real Madrid auch in einen sensiblen Bereich des Stadions vorgedrungen. Sie hatten sich als Cousins des türkischen Nationalspielers Arda Güler ausgegeben und sich unerlaubten Zugang zum Medienbereich verschafft – in der Hoffnung, Güler zu treffen. Sie forderten zunächst einen Ordner auf, in den Spielertunnel gehen zu dürfen – und bedrängten den Sicherheitsmitarbeiter zeitweise sogar, indem sie einen Fuß in die Tür stellten, die er verantwortete. Als die drei Real-Fans von einer Mitarbeiterin der Schalker Medienabteilung schließlich nach ihren Zutrittsberechtigungen für den Medienbereich gefragt wurden, wurde es hektisch. Die nötigen Akkreditierungen konnten sie nicht vorweisen. Als sie dann den Stadion-Innenraum verlassen mussten, benahmen sich die Männer daneben, schrien herum und verließen schließlich an der Seite einiger Ordner schimpfend die Arena. Raubdelikt nach Fußballspiel – Zeugen gesucht Darüber hinaus kam es nach dem Spiel auch zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Schalke-Fans und mehreren Männern aus dem Fanlager von Real Madrid. Nach einem kurzen Wortgefecht wurde ein 17-jähriger Schalker von drei bislang unbekannten Männern an der Brücke über der Kurt-Schumacher-Straße geschlagen. Er stürzte zu Boden und verlor dabei sein Portemonnaie und seine Kopfhörer. Die Angreifer nahmen die Gegenstände an sich und flüchteten vom Tatort. Der 17-jährige Gelsenkirchener erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen. Die Angreifer werden wie folgt beschrieben: Der erste Tatverdächtige war etwa 23 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, von korpulenter Statur, hatte kurze, schwarze Haare, einen dunklen Kinnbart und war mit einem weißen Real-Madrid-Trikot bekleidet. Der zweite Tatverdächtige war etwa 22 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, von korpulenter Statur, hatte kurze, schwarze Haare, einen Dreitagebart und trug ebenfalls ein weißes Real-Madrid-Trikot. Der dritte Tatverdächtige war etwa 17 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, von schlanker Statur, hatte lockige, schwarze Haare, und trug eine hellblaue Jeanshose sowie ein dunkelgrünes Real-Madrid-Trikot. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Hinweise können telefonisch an die zuständige Polizeidienststelle unter der Rufnummer 0209 365 5120 oder an die Kriminalwache unter der Rufnummer 0209 365 8240 gegeben werden.