DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Massive russische Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew

Welt

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und die umliegenden Regionen sind nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes mindestens 16 Menschen getötet worden. Zudem gebe es mehr als 30 Verletzte. Der Luftalarm dauerte bis in die frühen Morgenstunden an, die russischen Attacken sollen rund neun Stunden angedauert haben. Die ukrainische Luftwaffe sprach von Dutzenden ballistischen Raketen und fast 170 Drohnen, die Russland bei den nächtlichen Attacken eingesetzt habe. Die Angriffe trafen zwölf Orte in den Kiewer Stadtbezirken Darnyskyj, Swjatoschynskyj und Solomjanskyj. Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung wurden beschädigt. Im Bezirk Solomjanskyj wurden die beiden obersten Stockwerke eines neunstöckigen Wohnhauses zerstört. In weiteren Stockwerken brachen Brände aus. In zwei Wohngebäuden und einem Schutzraum einer Schule waren Menschen eingeschlossen. Auch Bezirke rund um die Hauptstadt wurden attackiert. Im Bezirk Browary soll dadurch ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden sein, erklärte der zuständige Gouverneur. In Boryspil, außerhalb von Kiew, wurden außerdem nach Behördenangaben Warenhäuser beschädigt. Russland bestätigte die Angriffe. Diese hätten "militärisch-industriellen Einrichtungen, einem Transport- und Logistikzentrum sowie Lagerhäusern" in Kiew und der Region gegolten. Klitschko ruft "Tag der Trauer" aus Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, kündigte beim Messengerdienst Telegram an, dass der morgige Freitag "zum Tag der Trauer" erklärt werden solle. An kommunalen Gebäuden sollen die Flaggen auf halbmast gesetzt werden. Klitschko rief dazu auf, bei staatlichen und privaten Gebäuden in Kiew ebenso Trauerbeflaggung zu hissen. Selenskyj kritisiert erneut fehlende Abwehrraketen Ähnlich wie die Luftwaffe sprach auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von einem massiven kombinierten Angriff mit verschiedenen Raketentypen, Marschflugkörpern und Drohnen. Ziel Russlands sei es gewesen, "die zivile Infrastruktur so stark wie möglich zu beschädigen". Neben Kiew und den umliegenden Regionen wurden laut Selenskyj auch die Regionen Odessa und Tschernihiw attackiert. Selenskyj mahnte, die Welt zeige nicht mehr die notwendige Reaktion auf die russischen Angriffe - ein Verweis auf die fehlenden Abwehrraketen der ukrainischen Streitkräfte. "Und solange die Ukraine nicht über ausreichende Raketenabwehr verfügt, wird Russland nicht ernsthaft über Frieden nachdenken", betonte der ukrainische Präsident. Sein Land arbeite zwar an einer eigenen Raketenabwehr, dennoch brauche das Militär Abfangraketen vom Typ "Patriot". Polen reagiert mit Luftoperation Angesichts der russischen Angriffe auf die Ukraine leitete Polen vorbeugende militärische Operationen zum Schutz seines Luftraums ein. Das teilte die polnische Armee in einem Beitrag auf X mit. Auch das rumänische Verteidigungsministerium erklärte, Radarsysteme hätten in der Nacht Luftziele in der Nähe der ukrainischen Grenze erfasst. Daraufhin seien zwei spanische Kampfjets, die sich im Rahmen von NATO-Einsätzen in Rumänien befinden, sowie ein Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe aufgestiegen. Nahe Galati im Kreis Tulcea stürzte den Ministeriumsangaben zufolge eine Drohne in unbewohntem Gebiet ab. Russland meldet erneut Angriffe mit Hunderten Drohnen In Russland wurde in der Nacht Behördenangaben zufolge die Region Moskau erneut Ziel von ukrainischen Drohnenangriffen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von mindestens 250 Drohnen, von denen der Großteil jedoch zerstört worden sei. Zu möglichen Opfern oder Schäden machte er keine Angaben. Die Moskauer Flughäfen stellten in der Nacht wie fast täglich bei solchen Attacken vorübergehend Starts und Landungen ein. Das russische Verteidigungsministerium nannte eine noch deutlich höhere Zahl an ukrainischen Drohnen: Landesweit seien mehr als 720 abgeschossen worden.

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