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Masyar Rahmanzadeh: „Ich werde Berlin verlassen“

Nation

Schöneberg – Er operiert Hüften und Knie, seine Familie schrieb Medizingeschichte. Doch jetzt hat Dr. Masyar Rahmanzadeh (58) genug von Berlin. „Ich werde die Stadt verlassen.“ Mit deutlichen Worten rechnet der Berliner Chirurg in einem Instagram-Video mit der politischen Entwicklung der Hauptstadt ab.

Nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl wird Rahmanzadeh deutlich. Er spricht von einer „Regierungsbande“, „unmündigen Wählerinnen und Wählern“ und einer „Peinlichkeit“. Über Vertreter der politischen Linken sagt er abwertend: „Jetzt kommen noch diese Schlumpffrisuren und Nasenringe dazu.“ Sein Fazit: „Das ist einfach so unerträglich. Verdummung.“

Familie schrieb Medizingeschichte

Rahmanzadeh ist auf Hüft- und Kniechirurgie spezialisiert. Sein Vater, Prof. Dr. Rahim Rahmanzadeh, gilt als Pionier des künstlichen Gelenkersatzes. Nach Angaben des Gelenkzentrums Berlin gehörte er zu einem Team der Universitätsklinik Mainz, das erstmals in Deutschland ein künstliches Hüftgelenk implantierte. Später wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Sohn Masyar trat in die Fußstapfen des Vaters, absolvierte laut eigener Vita Stationen unter anderem an der Charité, der Mayo Clinic und dem Hospital for Special Surgery in New York. Seine eigene Klinik am Tauentzien in Schöneberg gibt es seit mehr als 20 Jahren. Seine Kritik an der politischen Linken verbindet der gebürtige Iraner auch mit der Geschichte seines Herkunftslandes. In einem weiteren Post warnt er vor einem aus seiner Sicht gefährlichen Zusammenspiel von Teilen der radikalen Linken mit islamistischen Kräften – und zieht Parallelen zur Zeit vor der islamischen Revolution 1979.

Schlumpffrisuren und Nasenringe

„Schlumpffrisuren und Nasenringe..., das ist die verblendete, extreme Linke, die eine toxische Koalition eingeht mit den Islamisten in der westlichen Welt, völlig blind, völlig suizidal. Viele Muslime hier haben die Linke gewählt – und sobald diese die Macht in der Hand hat, werden die bunten Fahnen im Müll landen. Und diese, wie ich sie nenne, Schlumpffiguren und Nasenringe werden in keiner Form mehr das Straßenbild bilden“, so Rahmanzadeh.

Er selbst sei nicht religiös erzogen worden und „selbstverständlich säkular“. Nun will der Chirurg Konsequenzen ziehen. Er gehöre zu den Menschen, sagt Rahmanzadeh, „die hier mehr machen, mehr Patienten nach Berlin bringen“. Berlin sei „leistungsfeindlich“, sagt der Mediziner. Menschen, die bereit seien, Risiken einzugehen und etwas aufzubauen, würden von Behörden „massiv behindert“. Er selbst habe das „am eigenen Leibe“ erfahren.

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