DAX +0,44 % 26.435,68 Pkt 15:45:52 MDAX -0,27 % 32.318,57 Pkt 15:45:52 Euro Stoxx 50 +0,55 % 6.571,82 Pkt 15:45:45 Dow Jones +0,28 % 54.188,47 Pkt 16:00:49 S&P 500 +0,06 % 7.762,48 Pkt 16:00:52 Nasdaq -0,44 % 26.572,42 Pkt 16:00:43 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +2,08 % 4.452,50 USD 15:50:51 Silber +0,08 % 65,16 USD 15:50:51 Brent -0,96 % 86,88 USD 15:50:34 WTI -0,94 % 81,36 USD 15:50:51 Bitcoin +0,33 % 64.124,53 USD 16:00:48 EUR/USD -0,09 % 1,15460 USD 16:00:24 EUR/GBP -0,19 % 0,85500 GBP 16:00:53 EUR/CHF +0,16 % 0,93540 CHF 16:00:53 EUR/JPY +0,73 % 183,797 JPY 16:00:51

Maternale RSV-Impfung kann Säuglinge ab der Geburt schützen

Gesundheit

Eine Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) während der Schwangerschaft kann Säuglinge bereits ab der Geburt schützen. Aktuelle Daten aus dem britischen Impfprogramm zeigen eine hohe Wirksamkeit gegen RSV-bedingte Hospitalisierungen. Die maternale Immunisierung mit ABRYSVO® ist derzeit die einzige Präventionsoption, durch die Säuglinge bereits ab der Geburt vor dem RSV geschützt werden können, indem die werdende Mutter zwischen Schwangerschaftswoche 24 und 36 den RSV-Impfstoff erhält. Die Mutter bildet Antikörper, die über die Plazenta auf das Ungeborene übertragen werden und so Schutz durch passive Immunisierung bieten. Obwohl RSV-Infektionen gehäuft in den Herbst- und Wintermonaten auftreten, zirkuliert das Virus ganzjährig. Eine Impfung in der Schwangerschaft kann daher im gesamten Jahresverlauf sinnvoll sein. Denn: RSV stellt für Säuglinge – vor allem in den ersten sechs Lebensmonaten – ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar, da sie aufgrund ihrer kleinen Atemwege und des nicht ausgereiften Immunsystems für Infektionen besonders anfällig sind. Auch Säuglinge ohne bekannte Risikofaktoren oder Vorerkrankungen können schwer erkranken. Studien zeigen Schutz vor RSV-bedingten Hospitalisierungen Die maternale RSV-Impfung wird bereits in vielen Ländern in nationalen Impfprogrammen eingesetzt. Eine aktuelle Studie aus dem britischen Impfprogramm zeigt den Nutzen: Wurde die Impfung mindestens vier Wochen vor der Geburt verabreicht, reduzierte sich das Risiko von RSV-bedingten Krankenhausaufenthalten bei den Säuglingen in einem Alter von bis zu sechs Monaten um 84,9 Prozent. Die Daten zeigen auch einen Schutz bei Frühgeborenen: Hier konnte eine Vakzineffektivität von 69,4 Prozent für alle Frühgeborenen (unter 37 Wochen) beobachtet werden. Unabhängig vom Impfzeitpunkt lag die Effektivität bei 81,3 Prozent. Es traten keine Sicherheitssignale auf. In Deutschland liegt noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission vor. Schon seit Ende 2023 befürwortet unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. die maternale RSV-Impfung zum Säuglingsschutz zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche. Der Impfstoff kann gemäß der Zulassung jeder Schwangeren verschrieben werden – rund ein Viertel der Krankenkassen erstattet die Impfung bereits freiwillig oder auf Anfrage. Bedeutung der Aufklärung im klinischen Alltag Auch wenn inzwischen Real-World-Daten zur Wirksamkeit vorliegen, besteht derzeit noch eine Informationslücke bei den Empfängerinnen. Eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Müttern offenbarte, dass nur 40 Prozent von der Möglichkeit der maternalen RSV-Immunisierung wussten. Nach erfolgter Aufklärung würde sich jedoch jede zweite Befragte in einer nächsten Schwangerschaft für die Impfung entscheiden. Für 50 Prozent der Befragten wäre die Empfehlung durch ihre Gynäkologin bzw- ihren Gynäkologen ausschlaggebend.

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