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Matterhorn: Bergläuferin nach Foto auf 4.000 Metern spurlos verschwunden

Welt

"Macht es noch schwieriger, sie zu entdecken"

Letztes Foto auf 4.000 Metern Höhe – dann verschwindet die Sportlerin

Von t-online, ivi

05.09.2026 - 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Bergläuferin steigt allein am Matterhorn auf und veröffentlicht in rund 4.000 Metern Höhe ein Foto. Danach bricht der Kontakt ab. Nun suchen in Italien Rettungskräfte nach ihr.

Seit dem 1. September wird am Matterhorn die kanadische Bergläuferin Kalie McCrystal vermisst. Nach übereinstimmenden Berichten italienischer Medien war sie auf der italienischen Seite des 4.478 Meter hohen Berges unterwegs. Ihr Ziel war der Auf- und Abstieg über den Liongrat in weniger als fünf Stunden. Damit wollte sie eine neue persönliche Bestzeit aufstellen.

Oberhalb des Rifugio Jean-Antoine Carrel auf 3.830 Metern Höhe auf dem Weg zur Spitze des Matterhorn verlor sich am vergangenen Dienstag jedoch ihre Spur. An der Schutzhütte machte McCrystal noch ein Foto von sich und veröffentlichte es in den sozialen Medien. Es ist das letzte bekannte Bild der 38-Jährigen. Seitdem fehlt jedes Lebenszeichen von ihr.

Retter in Italien suchen Gipfelroute am Matterhorn ab

Seit ihrem Verschwinden suchen Rettungskräfte nach McCrystal. Nach Angaben von "Rai News" sind daran die alpine Rettung des Aostatals sowie die italienische Finanzpolizei in Cervinia beteiligt. Die Finanzpolizei übernimmt dort auch Aufgaben der Bergrettung.

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Am vergangenen Donnerstag suchten die Einsatzkräfte die übliche Route zum Gipfel auf der italienischen Seite ab. Dabei setzten sie einen Helikopter sowie Recco-Technik ein, mit der vermisste oder verschüttete Menschen geortet werden können. Die Suche blieb ohne Erfolg. Auch Versuche, McCrystal über ihr Mobiltelefon zu erreichen, führten zu keinem Ergebnis.

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Die Bedingungen erschweren offenbar die Suche. McCrystal trug zuletzt eine kurze Hose und eine leichte Jacke und hatte einen Trekkingrucksack dabei. "Sie war ganz in Weiß gekleidet", zitieren italienische Medien die Retter. "Das macht es noch schwieriger, sie am Berg zu entdecken."

Aufstieg zum Matterhorn-Gipfel erst vor Wochen erfolgreich

McCrystal hatte sich bereits Wochen vor ihrem Verschwinden auf den Rekordversuch vorbereitet. Die Vorbereitung verlief jedoch nicht wie geplant. Nach McCrystals Angaben kam es am 5. August zu einem massiven Steinschlag. Einen Tag später brach sie einen allein unternommenen Gipfelversuch ab. Am 7. August erreichte sie schließlich den Gipfel und kehrte zum Ausgangspunkt zurück.

An einen Rekordversuch dachte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. "Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist eher mittelmäßig, und ich habe kein gutes Gefühl dabei, auf einer halb gesperrten Route eine FKT (Fastest Known Time) anzustreben", schrieb McCrystal auf Instagram. Sie wollte zunächst auf bessere Bedingungen warten und sich weiter an die Höhe gewöhnen. "Die Hoffnung ist also noch nicht verloren, und ich gebe noch nicht auf."

Erfolge bei internationalen Wettkämpfen

McCrystal zählt zu Kanadas erfolgreichsten Bergläuferinnen oder Skyrunnerinnen, wie sie im Englischen bezeichnet werden. 2026 gewann sie den 4 Refugios Non-Stop in Argentinien, ein Rennen über rund 40 Kilometer und 3.350 Höhenmeter. Bei weiteren internationalen Wettkämpfen erreichte sie vordere Platzierungen.

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