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Max Meyer: Ex-Schalke-Profi wechselt zu Oberhausen | Regionalliga West

Sport

Berater nannte ihn angeblich "Weltklasse"

Fix: Ex-DFB-Profi wechselt in die vierte Liga

Von t-online, wl

Aktualisiert am 01.09.2026 - 05:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Max Meyer galt einst als Zukunftsversprechen der deutschen Nationalmannschaft. Jetzt kehrt er in seinen Geburtsort zurück – und spielt künftig viertklassig.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Max Meyer spielt künftig wieder für Rot-Weiß Oberhausen. Das gab der Regionalligist am Montag bekannt. Meyer habe einen Zweijahresvertrag unterschrieben, hieß es in der Klubmitteilung. Zuerst hatte der Pay-TV-Sender Sky über den bevorstehenden Transfer berichtet.

Laut RWO-Vorstandsboss Marcus Uhlig sei die Verpflichtung von Meyer "kein gewöhnlicher Transfer, nicht für uns und auch nicht für die Liga." Dieser habe mehrere Angebote aus dem In- und Ausland gehabt, sich jedoch für Oberhausen entschieden. "Damit dürfte auch jedem klar sein, dass bei Max' Vereinswahl wirtschaftliche Überlegungen in keiner Weise eine Rolle gespielt haben. In diesem Fall wären wir natürlich chancenlos gewesen", so Uhlig.

Meyer wurde in Oberhausen geboren und habe laut Sky zurück in seine Heimat gewollt. Für die Juniorenteams von RWO spielte er von 2002 bis 2004, ehe er in die Jugendabteilung des MSV Duisburg und dann zum FC Schalke wechselte. Bei den "Knappen" schaffte er den Sprung zu den Profis.

Zwei Tore zum Sieg: DFB-Talent begeistert im Ausland

Oberhausen verpflichtet den 30-Jährigen nun ablösefrei. Meyer war seit Juli vereinslos, nachdem sein Vertrag beim zypriotischen Erstligisten APOEL Nikosia ausgelaufen war. Zuvor hatte er neben Schalke auch für Crystal Palace in England, den 1. FC Köln, Fenerbahçe Istanbul in der Türkei, den FC Midtjylland in Dänemark und den FC Luzern in der Schweiz gespielt.

Silbermedaille bei den Olympischen Spielen

Dabei war eine Karriere als Wandervogel zu Beginn seiner Laufbahn nicht abzusehen gewesen. Meyer galt zwischenzeitlich als einer der Hoffnungsträger des deutschen Fußballs, wurde bei der U17-EM 2012 bester Torjäger und auch zum besten Spieler gewählt. 2014 gab er mit 18 Jahren dann sein Debüt in der A-Nationalmannschaft, schaffte es auch in den vorläufigen Kader zur WM 2014, ehe er vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw wieder gestrichen wurde.

Dafür nahm er mit der deutschen Auswahl als Kapitän an den Olympischen Spielen 2016 in Rio teil und gewann die Silbermedaille. 2021 wurde er mit dem U21-Team Europameister.

Berater und Manager stritten um "Weltklassespieler" Meyer

Der endgültige Durchbruch in der DFB-Elf gelang Meyer dennoch nicht. Für die A-Nationalmannschaft stehen lediglich vier Einsätze zwischen 2014 und 2016 in seiner Vita. Und das, obwohl er von seinem ehemaligen Berater Roger Wittmann in Verhandlungen mit dem FC Schalke vor einigen Jahren noch als "Weltklassespieler" bezeichnet worden sein soll.

Das zumindest behauptete der damalige S04-Manager Christian Heidel 2018 bei Sky. Wittmann habe gesagt, dass Meyer "in jeder europäischen Spitzenmannschaft Stammspieler wäre und zur WM nach Russland fährt", sagte der heute 63-Jährige. Der Berater widersprach diesen Aussagen später, erklärte: "Ich glaube, dass Christian Heidel Weltklasse gar nicht beurteilen kann."

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