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Max Verstappen über GTWC-Debüt in Portimao: "Sind hier, um zu gewinnen"

Sport

(Motorsport-Total.com) - "Wir sind hier, um zu gewinnen. Das ist immer das Ziel." - Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat bei seinem ersten Renneinsatz in der GT World Challenge (GTWC) Europe - Endurance Cup beim Saisonfinale klare Ziele. (Das Rennen und alle Trainings hier im kostenlosen Livestream!)

"Als ich die Terminüberschneidung zwischen der GT World Challenge und der WEC gesehen habe, dachte ich mir sofort: 'Mir macht es nichts aus einzuspringen!' Es ist eine brillante Strecke und eine tolle Umgebung für Fans und Familien," sagt der 29-Jährige über das Autodromo Internacional do Algarve. "Ich war immer gerne in Portugal und habe hier schon viel Zeit mit Freunden und Familie verbracht."

Der 29-jährige Niederländer übernimmt am kommenden Wochenende spontan das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 im Team Verstappen Racing. Am Donnerstag stand bereits eine zweistündige Testsession auf dem Programm, an der fast alle Autos teilnahmen, die auch das Rennen bestreiten werden. (Alle Infos zum GTWC-Europe-Finale 2026 in Portimao)

Der Verstappen-AMG des Niederländers und seiner Teamkollegen Chris Lulham und Ben Barnicoat landete auf dem zweiten Platz knapp hinter einem weiteren Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed mit den Fahrern Ralf Aron, Maximilian Götz und Fabian Schiller. Natürlich ist das reine Ergebnis bei einem Test Kaffeesatzleserei, aber zumindest lässt sich festhalten, dass der V8-Bolide ganz gut geht.

Die Umstellung vom Formel-1-Monoposto auf den deutlich schwereren GT3-Sportwagen verlangte Verstappen am Testdonnerstag etwas Eingewöhnung ab. "Es war ganz in Ordnung. Meine Referenzen stammen bisher natürlich von der Nürburgring-Nordschleife, deshalb hat es ein bisschen gedauert, sich an das Auto auf dieser Strecke zu gewöhnen", erklärt der Niederländer. (FAQ zum GTWC-Start von Max Verstappen)

"Aber der Mercedes-AMG GT3 ist sehr gut ausbalanciert und hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er extrem konkurrenzfähig ist. Wir haben heute nur ein paar Details feingeschliffen. Es ist für diese Jahreszeit noch ziemlich heiß, das muss man ebenfalls berücksichtigen."

Rennen wird kein Selbstläufer

Das fahrerische Niveau in Europas führender GT3-Rennserie schätzt der Red-Bull-Pilot extrem hoch ein, schließlich handelt es sich beim Endurance-Cup um die am härtesten umkämpfte GT3-Serie der Welt: "Das Niveau ist sehr hoch. Gegen einige von ihnen bin ich schon in der Jugend gefahren. Manche sind etwas älter als ich, haben aber auf der ganzen Welt schon extrem viel erreicht."

"Ich verlasse mit dieser Art von Auto ein Stück weit meine Komfortzone, aber ich liebe es einfach. Ich liebe es, mich in allen möglichen Kategorien zu messen." (Das sagt Valentino Rossi zum bevorstehenden Duell mit Max Verstappen)

Zwar bestritt Max Verstappen bereits mehrere GT3-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife und überzeugte dort nachhaltig, aber in der GTWC Europe ist die Breite der Favoriten noch einmal größer als in der "Grünen Hölle". Bei jedem Rennen des Endurance-Cups kommen rund 20 verschiedene Fahrzeuge für den Gesamtsieg in Frage.

"Das ist genau das, was einen hier erwartet", betont Verstappen. "Es gibt so viele gute Fahrer mit enorm viel Erfahrung, die diese GT3-Autos tagein, tagaus bewegen. Da ist es völlig klar, dass die Abstände winzig sind." Manche GT3-Fahrer kommen auf über 30 Rennwochenenden im Jahr - plus Testfahrten.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Für das dreistündige Hauptrennen am Samstagabend an der Algarveküste gibt sich Verstappen trotz der neuen Herausforderung gewohnt kämpferisch. "Natürlich wollen wir Spaß haben", sagt der 29-Jährige abschließend, setzt aber gewohnt direkt nach: "Aber das Wettbewerbstier in mir will natürlich auch gut abschneiden, nicht wahr? Wir sind hier, um zu gewinnen. Das ist immer das Ziel."

Für Verstappen ist es auch ein Wiedersehen mit einem alten Weggefährten. Während er mit Lulham in regelmäßigem Austausch steht und gemeinsam Sim-Racing-Events mit dem Briten bestreitet, ist Barnicoat ein Weggefährte aus alten Kart-Tagen. Verstappen und Barnicoat fuhren 2012 unter anderem gegen Charles Leclerc, Dennis Olsen, Antonio Fuoco, Anthoine Hubert und Nicklas Nielsen.

"Im Kartsport sind wir sehr viel gegeneinander gefahren", erinnert sich Verstappen an die Duelle mit Barnicoat. "Danach haben sich unsere Karrieren in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Aber es ist schön, sich wiederzutreffen und nun gemeinsam ein Auto teilen zu können."

Auch für Lulham findet er anerkennende Worte: "Chris ist jemand, mit dem ich schon sehr lange in der Sim-Racing-Welt zusammenarbeite, und jetzt fährt er hier im realen Leben. Mit jedem Rennen macht er weitere Fortschritte, sammelt mehr Erfahrung und behauptet sich unter den großen Jungs im Fahrerlager."

24h Spa 2027: "Will dabei sein"

IndyCar-Dominator Alex Palou war erst am vergangenen Wochenende bei den 8 Stunden von Indianapolis auf einem Mercedes-AMG GT3 dabei, musste das Rennen aber frühzeitig nach dem Unfall eines Teamkollegen beenden.

Ob es irgendwann zum großen Duell der beiden Superstars der weltweit bekanntesten Formelserien kommt? "Gegen Alex bin ich bisher nur online gefahren. Wir haben es im echten Leben noch nicht geschafft, aber ich hoffe, dass wir das eines Tages nachholen können", antwortet Verstappen.

Für die kommende Saison kündigt der Niederländer zudem bereits ein größeres Projekt an. Da es 2027 keine Terminüberschneidung zwischen der Formel 1 und dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps geben wird, arbeitet er intensiv an einer Teilnahme am belgischen Langstrecken-Klassiker.

"Ich liebe Spa natürlich", schwärmt der Red-Bull-Pilot. "Ich versuche, das hinzubekommen, weil ich gut vorbereitet dort ankommen möchte. Ich werde mein Bestes geben, um dabei zu sein. Es liegt nah an der niederländischen Grenze und ich bin ja auch zur Hälfte Belgier. Für mich wäre es wunderschön, bei einem der größten Langstreckenevents des Jahres an den Start zu gehen."

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