Max Verstappen wieder fit - doch für Monza erwartet er "keine Wunder"
(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Fahrer Max Verstappen hatte bei seinem Heimspiel in Zandvoort "nicht die normale Energie", sondern war krank. Doch pünktlich zum Grand Prix von Italien 2026 in Monza (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) ist der Niederländer wieder fit.
Verstappen zeigt sich erleichtert: "Wenn man wieder vollständig gesund ist, weiß man erst wieder zu schätzen, wie gut es sich anfühlt, wenn es einem gut geht. Denn das gesamte Wochenende in Zandvoort war furchtbar. Es ist lange her, dass es mir so schlecht ging. Und selbst einige Tage nach Zandvoort ging es mir noch nicht gut."
Die kurze Pause im Formel-1-Kalender mit einem freien Wochenende zwischen Zandvoort und Monza habe es ihm erlaubt, sich vollständig zu erholen - körperlich von seiner Krankheit und mental von seinem frühen Unfall im Grand Prix der Niederlande.
Denn rein körperlich hat Verstappen den Crash gut überstanden: "Ich bin ja in die SAFER-Barriere eingeschlagen. Das war das erste Mal, dass mir das passiert ist. Die Bande hat ihren Zweck wirklich sehr gut erfüllt."
Erklärt: Was ist eine SAFER-Barriere?
Die SAFER-Barriere (SAFER steht für: Steel and Foam Energy Reduction) ist eine speziell für den Motorsport entwickelte Schutzbarriere, die die Aufprallenergie eines Fahrzeugs möglichst kontrolliert abbaut. Ursprünglich wurde das System vor allem für Ovalrennen in den USA entwickelt, inzwischen kommt es auch auf zahlreichen anderen Rennstrecken zum Einsatz - wie zum Beispiel in der Steilkurve in Zandvoort, wo Verstappen verunfallte. (Fotostrecke: Weltmeister, die beim Heimrennen gecrasht sind)
Und so funktioniert diese Bande: Vor einer massiven Betonwand werden mehrere miteinander verbundene Stahlprofile montiert. Zwischen Stahlkonstruktion und Beton befinden sich energieabsorbierende Schaumstoffblöcke.
Bei einem Einschlag gibt die Stahlbarriere nach und verteilt die Belastung über einen größeren Bereich, während der Schaumstoff zusammengedrückt wird und einen Teil der Bewegungsenergie abbaut. Dadurch wird das Fahrzeug weniger abrupt abgebremst, die auf Fahrer und Fahrzeug wirkenden Verzögerungsspitzen werden reduziert - was Verstappen nun am eigenen Leib erfahren hat.
Weshalb Verstappen für Monza pessimistisch ist
Das ist aber nicht der Grund, weshalb der Red-Bull-Fahrer für den Italien-Grand-Prix in Monza "keine Wunder" erwartet. Denn er sieht sein Team auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke schlicht im Nachteil.
Verstappen erklärte: "Heutzutage machen Antrieb und Batterie jeweils 50 Prozent aus. Und auf Strecken, auf denen der Energieverbrauch hoch ist, waren wir beim Energiemanagement nicht besonders gut."
Der reine Verbrennungsmotor im Heck des Red Bull RB22 ist laut der Einordnung des Automobil-Weltverbands (FIA) im zweiten ADUO-Betrachtungszeitraum 2026, bei dem die FIA Leistungsunterschiede zwischen den Verbrennungsmotoren bewertet, aber weiterhin die Referenz im Formel-1-Feld.
Das bedeutet: Red Bull erhält über das ADUO-System keine zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten, während schwächer eingestufte Hersteller technisch nachbessern dürfen.
Auch das stimmt Verstappen pessimistisch. Er sagte: "Es wird weiterhin schwierig. Die anderen Teams um uns herum bringen derzeit Updates und machen damit Fortschritte. Wir lagen vorher schon zurück. Deshalb erwarte ich nicht, dass sich daran jetzt etwas ändert."