Mechernich: Drohnen über Bundeswehrstandort in NRW gesichtet
Demnach meldete am Donnerstag gegen 22 Uhr die Sicherheitszentrale des Bundeswehrstandorts Mechernich die Sichtung zweier Drohnen. Daraufhin wurde die Militärpolizei entsandt. Die Polizeidienststelle Euskirchen habe mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. Zu den laufenden Ermittlungen wolle man sich nicht äußern. Zuvor hatten »Süddeutsche Zeitung«, WDR und NDR über die Drohnensichtung berichtet. Demnach sollen Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen insgesamt sechs Überflüge in Mechernich beobachtet haben. Den Angaben zufolge ist der Bundeswehrstandort Mechernich besonders wichtig, da sich hier in einer unterirdischen Anlage ein besonders geschütztes Materiallager befinde. Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern lagern hier demnach Ausrüstungsgegenstände und Ersatzteile für das Kriegsgerät der Streitkräfte. Dort sollen auch Spezialisten der Bundeswehr tätig sein, die für Wartung und Instandsetzung des Flugabwehrsystems »Patriot« zuständig sind. Erst am Dienstagabend war auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Der Vorfall löste eine breite Debatte über die Drohnenabwehr an kritischer Infrastruktur aus.