MediaMarkt führt Pay-on-Shopfloor ein: Einkaufen ohne Kasse
MediaMarkt will das Einkaufserlebnis revolutionieren: Mit dem neuen Konzept „Pay-on-Shopfloor“ können Kunden künftig direkt auf der Verkaufsfläche ihre Einkäufe abschließen – ohne den Umweg über die klassische Kasse. Doch das ist nicht die einzige Innovation. Der Elektronikhändler setzt in Zukunft verstärkt auf Omnichannel-Services, Videoberatung und künstliche Intelligenz, um sich als moderne Service-Plattform zu positionieren. Welche Änderungen geplant sind und was das für die Kunden bedeutet, erfahren Sie hier. Was bedeutet „Pay-on-Shopfloor“? Mit „Pay-on-Shopfloor“ will MediaMarkt den Bezahlprozess im stationären Handel revolutionieren. Statt ihre Einkäufe wie gewohnt an der Kasse zu bezahlen, können Kunden den Kauf direkt dort abschließen, wo sie sich mit einem Verkäufer beraten – mitten auf der Verkaufsfläche. Chinesische Übernahme von Mediamarkt- und Saturn-Mutter geplant: EU leitet Prüfung ein Laut der Muttergesellschaft Ceconomy soll das neue Bezahlkonzept den Einkauf beschleunigen, Wartezeiten reduzieren und den Abschluss des Kaufs in den natürlichen Ablauf eines Beratungsgesprächs integrieren. Details zur technischen Umsetzung des Konzepts wurden bisher noch nicht bekannt gegeben. Klar ist jedoch: „Pay-on-Shopfloor“ ist ein wichtiger Baustein in der langfristigen Strategie von MediaMarktSaturn, sich als Omnichannel-Service-Plattform zu etablieren. Omnichannel-Strategie: Mehr als nur ein Elektronikhändler Die Einführung von „Pay-on-Shopfloor“ ist nur ein Teil einer umfassenden Neuausrichtung. Ceconomy verfolgt eine klare Vision: MediaMarktSaturn soll sich von einem reinen Produkthändler zu einer Omnichannel-Service-Plattform wandeln. Bereits heute entsteht ein großer Teil des Umsatzes durch Dienstleistungen und nicht nur durch den Verkauf von Elektronikprodukten. Im Geschäftsjahr 2025/26 konnte das Unternehmen beeindruckende Zahlen vorlegen: Der Umsatz stieg auf 13,1 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT erreichte 347 Millionen Euro. MediaMarkt bald chinesisch? Deutschlands Ausverkauf beschleunigt sich Besonders stark wächst der Online-Bereich, der inzwischen 28,5 Prozent des Umsatzes ausmacht. Mit neuen Konzepten wie „Pay-on-Shopfloor“ und der Digitalisierung von Beratungs- sowie Verkaufsprozessen will das Unternehmen bis 2028 einen Umsatz von 24 Milliarden Euro erzielen. Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei MediaMarkt? Auch künstliche Intelligenz (KI) wird bei MediaMarkt eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Der Elektronikhändler testet derzeit zwei innovative Anwendungen. Zum einen unterstützt ein KI-Tool die Mitarbeiter bei der Beratung, indem es ihnen in Echtzeit hilfreiche Produktinformationen liefert. Zum anderen sollen Kunden künftig mit einem KI-Agenten interagieren können, der auf sie proaktiv zugeht und individuelle Beratung anbietet – natürlich nur nach vorheriger Zustimmung. Die Expertise im KI-Bereich hat MediaMarktSaturn bereits bewiesen: Der „AI Repair Assistant“ hilft Mitarbeitern bei Reparaturen, und das „Smart Manual“ beantwortet Kundenanfragen zu über 2.000 Eigenmarken-Produkten. Diese Erfahrung will das Unternehmen nun auf den Verkaufs- und Beratungsprozess übertragen. JD.com kauft MediaMarkt – wird der Laden bald wie Temu oder Shein? Lesen Sie mehr zum Thema